Peter Kaiser kündigt Rückzug als Landesparteichef in Kärnten an
Peter Kaiser, der Landesparteichef der SPÖ in Kärnten, hat angekündigt, sich im September von seiner Position zurückzuziehen. Der genaue Zeitpunkt seines Rücktritts als Landeshauptmann bleibt vorerst unklar. Kaiser wird bei den kommenden Landtagswahlen im Jahr 2028 nicht mehr antreten.
Die politischen Herausforderungen in Kärnten verstärken sich, insbesondere nachdem die FPÖ bei der letzten Nationalratswahl mit 38,4 Prozent zur stärksten Kraft wurde, während die SPÖ nur 23,1 Prozent erzielen konnte. Intern hat sich auch der Villacher Bürgermeister Günther Albel gegen einen Wechsel in die Landesregierung ausgesprochen, was den Weg für Daniel Fellner als potentiellen Nachfolger von Kaiser frei macht. Fellner erhielt offizielle Unterstützung von der SPÖ-Politikerin Kucher, die betont hat, dass er Kaiser nachfolgen solle.
Im Gegensatz zu seiner Bundespartei zeigt Fellner Offenheit gegenüber der FPÖ und sieht Potenzial für eine Zusammenarbeit. „Ich glaube, dass auch die FPÖ in vielen Ansätzen ein Partner ist, mit dem man zusammenarbeiten kann,“ sagte er in einem Interview. Diese Äußerung könnte die politischen Dynamiken in Kärnten erheblich beeinflussen, da die FPÖ zunehmend an Einfluss gewinnt.
Die FPÖ hat die Aussagen von Fellner begrüßt. Parteisprecherin Lisa Schuch-Gubik erklärte, dass viele Bundesländer den Kurs von SPÖ-Chef Andreas Babler nicht mehr unterstützen und kritisierte Babler für seine Unentschlossenheit. Auf der anderen Seite haben die Grünen Babler aufgefordert, sich gegen Rechts extremismus zu positionieren und die Sozialdemokratie zu stärken, um den Wählern eine zuverlässige Alternative zu bieten.
Aktuell koalieren die Sozialdemokraten mit der ÖVP in Kärnten. In seiner Regierungsarbeit ist Fellner unter anderem für Gemeindeangelegenheiten, Katastrophenschutz und Bildung verantwortlich, was ihm eine zentrale Rolle in der Landespolitik einräumt.


