Bundesministerin Korinna Schumann (SPÖ) besuchte kürzlich das Unternehmen Siemens in Weiz und verschaffte sich einen umfassenden Eindruck von dessen Tätigkeiten.
BEZIRK WEIZ. Der Bezirk Weiz bestätigt seinen Status als starker Wirtschaftsstandort. Siemens fungiert hier als wichtiger Anker – sowohl in Weiz als auch am neuen Standort von Siemens Energy in Wollsdorf. Während ihres Besuchs betonte Bundesministerin Korinna Schumann (SPÖ), die für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz zuständig ist, die Bedeutung des Unternehmens.
Sie machte sich im Rahmen einer Führung einen Eindruck vom Global Player, der stark regional verwurzelt ist. „Die wichtige Rolle eines Unternehmens wie Siemens Energy als großer Arbeitgeber ist unbestritten. Ich bin sehr beeindruckt davon, was ich am Standort in Weiz gesehen habe: Man baut die Produktionsflächen gerade um das Dreifache aus, und das in einem Bereich, der in Zukunft mehr denn je gefragt ist. Das tut gerade in Zeiten von wirtschaftlichen Herausforderungen gut“, äußerte die Ministerin.
Im Gespräch mit Vertretern von Siemens sprach Schumann zwei zentrale Themen an: die Bedeutung älterer Arbeitnehmer sowie die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz.
Essenzielles Knowhow
„Wir haben uns als Regierung das Ziel gesetzt, das faktische Pensionsantrittsalter anzuheben. Wir wissen, dass es Branchen gibt, wo aufgrund der Belastung ein längeres Arbeiten nicht möglich ist. Insgesamt muss es uns aber gelingen, Menschen länger in Beschäftigung zu halten. Dafür setzen wir mehrere Maßnahmen – unter anderem die Teilpension, wo Menschen sagen können, sie schaffen es vielleicht nicht mehr fünf Tage die Woche zu arbeiten, aber vielleicht noch zwei oder drei. Zuletzt habe ich auch das Thema Anreizsystem ins Spiel gebracht. Ich kann als Arbeitsministerin natürlich darum bitten, dass Unternehmen den Schatz der älteren Arbeitnehmer heben, aber das wird nicht reichen. Das ist auch gleichzeitig eine Antwort auf die Frage: Ältere Mitarbeiter haben ein unverzichtbares Knowhow“, so Schumann weiter.
Mensch muss im Mittelpunkt bleiben
Zum Thema Künstliche Intelligenz merkte sie an: „Künstliche Intelligenz bietet Chancen, der Mensch muss bei all dem technologischen Fortschritt aber immer im Mittelpunkt bleiben. Man denke hier zum Beispiel an die Pflege. KI kann hier unterstützen, aber niemals die Empathie, die die Beschäftigten in dieser Branche besonders mitbringen, ersetzen.“
Darüber berichtet Welt Stimme.


