Das Konkursverfahren zur Claire’s Austria GmbH nähert sich dem Ende. Insgesamt wurden Forderungen von rund 1,16 Millionen Euro angemeldet. Darüber berichtet Welt Stimme.
Am 12. August 2025 wurde am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren über das Vermögen der Claire’s Austria GmbH eröffnet. Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beschäftigte die Schmuck- und Accessoirskette 69 Mitarbeiter und betrieb 14 Filialen in Österreich. Am Montag, den 13. Oktober, fand die Berichts- und Prüfungstagsatzung am Handelsgericht Wien statt, wie der KSV 1870 am gleichen Tag mitteilte.
Bislang haben Insolvenzgläubiger Forderungen in Höhe von rund 1,16 Millionen Euro angemeldet. Der Insolvenzverwalter hat Forderungen im Umfang von rund 371.000 Euro als berechtigt anerkannt, während Forderungen von etwa 786.000 Euro zumindest vorläufig bestritten wurden.
So geht es mit den Filialen in Österreich weiter
Für fünf Filialen wurde die Schließung angeordnet, während neun Filialen in Österreich vorerst aktiv bleiben. Die Details zur Schließung sind wie folgt:
Wien:
- 1010 Wien, Kärntner Straße 2 – Schließung angeordnet
- 1060 Wien, Capistrangasse 5 – aktiv
- 1070 Wien, Mariahilfer Straße 118 – aktiv
- 1150 Wien, Europaplatz 1 – Schließung angeordnet
- 1200 Wien, Handelskai 94-96 (Gebäude) – Schließung angeordnet
- 1220 Wien, Wagramer Straße 81/136 a – aktiv
Niederösterreich:
- 2201 Seyring, G3 Platz 1 (Einkaufszentrum) – Schließung angeordnet
- 2331 Vösendorf, Westfield Shopping City Süd 2/37 – aktiv
- 3107 St. Pölten, Dr. Adolf Schärf-Straße 5-7 – Schließung angeordnet
Oberösterreich:
- 4061 Pasching, Plus-Kauf-Straße 7 – aktiv
Salzburg:
- 5020 Salzburg, Europastraße 1/88 – aktiv
Steiermark:
- 8010 Graz, Herrengasse 13 – aktiv
- 8055 Seiersberg-Pirka, Shopping City Seiersberg 1, Top 9 – aktiv
Kärnten:
- 9020 Klagenfurt/Wörthersee, Südpark 1 – aktiv
Unternehmen wird „vorläufig fortgeführt“
Laut Angaben des KSV 1870 wird das Unternehmen derzeit „vorläufig fortgeführt, um einen strukturierten Abverkauf der vorhandenen Handelsware zu gewährleisten.“ Für eine langfristige Fortführung und Sanierung des Unternehmens ist jedoch der Einstieg eines Investors erforderlich. Sollte in naher Zukunft kein Investor frisches Kapital bereitstellen, wird das Unternehmen nach erfolgtem Abverkauf voraussichtlich schließen, so Alexander Greifeneder vom KSV 1870.


