Die Übergabe des Familienunternehmens Berger Feinste Confiserie wird eingeleitet, da Hubert und Christine Berger beschlossen haben, sich schrittweise aus der Geschäftsführung zurückzuziehen und die Verantwortung auf ihre beiden Kinder, Anna und Franz, zu übertragen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Confiserie Berger in Lofer, die im Pinzgau für ihre Schokoladen und Pralinen bekannt ist, blickt auf eine 31-jährige Geschichte zurück. Hubert und Christine Berger gründeten das Unternehmen 1994 in der Garage von Huberts Eltern. Ersten Einblicke in seine berufliche Laufbahn erhielt Hubert Berger bereits als 15-Jähriger. „Ich wusste, dass ich mich selbstständig machen möchte. Nach meinem Aufenthalt in Belgien und Deutschland kehrte ich 1994 zurück – ein herausforderndes Jahr, in dem unsere Tochter Anna zur Welt kam und mein Vater verstarb“, erinnerte sich Hubert Berger.
Expansion des Familienunternehmens
Die erste Filiale wurde zwei Jahre nach der Gründung in Saalfelden eröffnet. Die Familie baute das Unternehmen stetig aus; heute umfasst die Confiserie neun Standorte in Städten wie Salzburg, Graz und Innsbruck. „Wir haben mit Nichts angefangen. Es gab nur mein Elternhaus und die Garage als Ausgangspunkt“, betonte Hubert Berger und fügte hinzu, dass der eigene Weg ohne finanzielle Erbschaften oder Gewinne geebnet wurde.
Kreativität und Innovation
Das Unternehmen hat vor sieben Jahren auf Bioprodukte und Fair Trade umgestellt. Hubert Berger strebt an, für seine Chocolaterie Heumilch zu verwenden, um die Qualität der Produkte zu steigern. „Jedes Jahr benötigen wir rund 15.000 Liter Obers, derzeit beziehen wir diesen von der Pinzgau Milch“, erklärte er.
Franz Berger verfolgt als Produktentwickler im Familienbetrieb neue Wege. Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium und einem Traineeprogramm arbeitet er bereits an der Produktkollektion für Weihnachten 2026. „Die Kenntnis über die gesamte Wertschöpfungskette ist essenziell für die Glaubwürdigkeit unserer Produkte“, so Franz.
Ein Generationenwechsel steht bevor
Anna Berger wird sich vermehrt im Marketing und in den sozialen Medien engagieren. Für zwei Jahre werden die Geschwister Anna und Franz ab 2026 die Geschäftsführung gemeinsam mit ihren Eltern übernehmen, bevor sie 2028 allein die Verantwortung tragen werden.
„Die Qualität der Rohstoffe ist entscheidend. Man muss wissen, woher sie kommen“, erläuterte Franz Berger die Philosophie des Unternehmens. Bei der Entwicklung neuer Produkte werden auch regionale Partner einbezogen. Die Collagen des Sortiments wechseln alle zwei Monate und stehen im Einklang mit aktuellen Trends.


