Im Dezember wird ein Flugzeug in den Nachtstunden über Wels fliegen, um das Fernwärmenetz mit einer Wärmebildkamera zu überprüfen. Deutliche Temperaturunterschiede sollen Schwachstellen im System sichtbar machen und die anschließende Reparatur ermöglichen. Darüber berichtet Welt Stimme.
WELS. Der Energieanbieter eww gibt bekannt, dass das Welser Fernwärmenetz bereits über 100 Kilometer lang ist, wobei einige Leitungen über 60 Jahre alt sind. Um diesen Zustand umfassend zu überprüfen, wird ein Flugzeug im Dezember zu einem zweistündigen Überflug in einer Höhe von rund 900 Metern eingesetzt. Die Wärmebildkamera an Bord wird undichte Stellen im Leitungsnetz identifizieren. Aufgrund der niedrigen Flughöhe wird das Geräusch des Flugzeugs ebenfalls wahrnehmbar sein.
Sicherheit und Effizienz
Die nächtliche Inspektion soll der Sicherheit und Effizienz des Fernwärmenetzes dienen. Laut eww ermöglichen die Temperaturunterschiede rund um die Leitungen die Erkennung von Wärmeverlusten oder kleineren Schäden. Die aufgenommenen Wärmebilder werden von Fachleuten des Welser Unternehmens sorgfältig analysiert, um besondere Stellen zu identifizieren und gegebenenfalls vor Ort zu prüfen und zu reparieren. Die kalte Jahreszeit und die Dunkelheit bieten besondere Vorteile für die Sichtbarkeit der Temperaturunterschiede. „Unser Anspruch ist es, die Fernwärme in Wels so sicher und effizient wie möglich zu betreiben“, sagt eww Vorstand Wolfgang Nöstlinger.
„Diese nächtliche Kontrolle hilft uns dabei, mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und kontinuierlich für eine verlässliche Wärmeversorgung zu sorgen.“


