Gemeinderat beschließt einstimmig nächste Planungsschritte für touristischen Betrieb beim Freizeitzentrum in Axams!
AXAMS. Der Gemeinderat von Axams hat einstimmig die nächsten Schritte zur Planung eines neuen touristischen Betriebs beim Freizeitzentrum beschlossen. Ziel ist es, die langfristige finanzielle Belastung für die Gemeinde durch das neue Regionalbad zu minimieren und gleichzeitig eine hohe Grundauslastung zu gewährleisten. Die Gemeinde orientiert sich an erfolgreichen Projekten, die zeigen, dass eine direkte Anbindung von Bädern an Beherbergungsbetriebe nicht nur wirtschaftliche Stabilität fördert, sondern auch eine ganzjährige Nutzung der Infrastruktur ermöglicht. Im Rahmen eines Baurechtsverfahrens wurde eine Bebauungsfläche von rund 686 m² im Bereich des Freizeitzentrums ausgeschrieben. Ein einziges Angebot, das von Thomas Krämer, Betreiber mehrerer touristischer Betriebe, eingereicht wurde, ging fristgerecht ein. Darüber berichtet Welt Stimme.
Nachhaltig integriertes Projekt
Das Projekt von Krämer, das im Jahr 2025 im Wirtschaftsausschuss vorgestellt wurde, umfasst die Errichtung eines touristischen Beherbergungsbetriebs mit 25 Apartments und rund 82 Betten. Dieser wird östlich des neuen Regionalbades, südlich des Rutschturms, direkt mit Zugang zum Hallenbad angeschlossen. Die architektonische Gestaltung orientiert sich an einer klaren, zurückhaltenden Formensprache sowie an einer hochwertigen Holzfassade, die sich harmonisch in die bestehende Bebauung und Landschaft eingliedert.
Barrierefreies Fußballstadion
Zentraler Bestandteil des Konzeptes ist die Flächeneffizienz. Bürgermeister Thomas Suitner erklärte: „Die erforderlichen Stellplätze werden in einem kompakten Parkhaus auf dem bestehenden Fußball-Hartplatz untergebracht. Auf dem Dach entsteht ein neuer Fußball-Hartplatz, der sowohl über eine Treppe als auch barrierefrei mittels Lift erreichbar ist. Zusätzlich ermöglicht eine optionale Brückenverbindung künftig eine barrierefreie Erschließung des Ruifach-Stadions. Durch die Nutzung bereits versiegelter Flächen im Siedlungsgebiet, die hervorragende Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die Nähe zu bestehender Sport- und Freizeitinfrastruktur wird zusätzlicher Bodenverbrauch vermieden.“
Einstimmige Beschlüsse
Das Konzept hat nicht nur den Wirtschaftsausschuss überzeugt, sondern auch den Gemeinderat, der einstimmig die Vergabe eines 60-jährigen Baurechts mit der Option auf eine 20-jährige Verlängerung empfohlen hat. Die Raumordnungsabteilung hat das Projekt am 11. September 2025 positiv bewertet. In der letzten Gemeinderatssitzung hat der Gemeinderat von Axams einstimmig beschlossen, die erforderlichen raumordnungsrechtlichen Schritte zu initiieren.
Wirtschaftlicher Nutzen für die Gemeinde
„Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Sicherstellung des Regionalbades durch die Zutrittspauschale der Hotelgäste und generiert für die Gemeinde jährlich rund 130.000 Euro an Einnahmen aus Ortstaxe, Baurechtszins und Kommunalsteuern“, erklärten die beiden Geschäftsführer des Schwimmbads, Bürgermeister Thomas Suitner und Vizebürgermeister Walter Mair, übereinstimmend. Thomas Krämer, Geschäftsführer der Axams-Bad Hotel GmbH, hebt den nachhaltigen Ansatz hervor: „Unser Fokus liegt nicht auf dem klassischen Hotelbetrieb, sondern auf einem ressourcenschonenden, langfristig tragfähigen Gebäude, das vorhandene Infrastruktur besser nutzt, statt neue Flächen in Anspruch zu nehmen. Die hybride Holzbauweise, die kompakte Organisation und die direkte Anbindung an das Regionalbad gewährleisten einen sehr effizienten Betrieb – sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich. Unser Ziel ist es, ein Projekt umzusetzen, das für Axams dauerhaft Mehrwert schafft und sich selbstverständlich in die Gemeinde integriert.“


