Die Inbetriebnahme des EVN Biomasseheizkraftwerkes in St. Pölten schreitet zügig voran: Das erste Holzfeuer im Kessel wurde bereits entzündet, und die Dampfturbine hat die erste Kilowattstunde Ökostrom in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Darüber berichtet Welt Stimme.
ST. PÖLTEN. Bei der Segnung der Anlage betonte Diözesanbischof Alois Schwarz die Verantwortung gegenüber der Schöpfung und Gemeinschaft: „Wir danken für dieses Projekt, das technische Innovation und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Die Segnung steht für die Hoffnung, dass wir durch umweltfreundliche Lösungen wie dieses Heizkraftwerk eine gute Lebensgrundlage für künftige Generationen schaffen. Mein besonderer Segen gilt den Menschen, die dieses Werk geschaffen haben, denen die hier arbeiten und natürlich denen, die von hier Energie beziehen werden.“
Erstmals Feuer im Kessel
Die Einspeisung der ersten Kilowattstunde Ökostrom belegt, dass die Inbetriebnahme nach Plan verläuft. „Dass wir weniger als 33 Monate nach Projektstart erstmals Strom erzeugen konnten, ist ein Beleg für effiziente Planung, starke Partnerschaften und die Entschlossenheit, die umweltfreundliche Naturwärmeversorgung in Niederösterreich weiter auszubauen“, so EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz. „Das Biomasseheizkraftwerk ist ein wesentlicher Baustein unserer Klimainitiative und stärkt zugleich die Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung.“
Anfang des nächsten Jahres werden die letzten Optimierungsarbeiten durchgeführt, geplante Probebetrieb soll im Februar 2026 starten. Zu diesem Zeitpunkt wird das Kraftwerk umweltfreundliche Naturwärme in das Fernwärmenetz von St. Pölten einspeisen.
Projektdetails
Das Projekt resultiert aus einer Kooperation zwischen der Industrie, der Stadt St. Pölten und EVN. In der modernen Kraft-Wärmekopplungsanlage (KWK) wird in einem Biomassekessel Dampf aus Hackschnitzeln erzeugt. Dies ermöglicht die Produktion von Ökostrom über eine Dampfturbine, die Bereitstellung von Dampf für umliegende Industriebetriebe und die Einspeisung der entstehenden Abwärme in das Fernwärmenetz der Stadt.
- Leistungsdaten: elektrisch 6 MW, thermisch mind. 30 MW
- Ökostrom für umgerechnet 15.000 Haushalte und Naturwärme für umgerechnet bis zu 30.000 Haushalte
- CO2-Einsparung: rd. 25.000 t/Jahr
- Gesamt-Investitionen: rund 50 Mio. Euro
- Regionale Wertschöpfung durch Biomasse (inkl. Schadholz) aus der Region


