AMS-Prognose für 2026: Rückgang der Arbeitslosigkeit in Melk erwartet, Fokus auf Jugendliche und Frauen

Dezember 29, 2025 08:20
AMS-Prognose für 2026: Rückgang der Arbeitslosigkeit in Melk erwartet, Fokus auf Jugendliche und Frauen

Rückgang der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich erwartet

Für das Jahr 2026 prognostiziert das Arbeitsmarktservice Melk (AMS) erstmals seit drei Jahren einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

BEZIRK MELK. Nach einem de facto Null-Wachstum im Jahr 2025 rechnen Wirtschaftsforscherinnen und -forscher für das neue Jahr mit einem „zarten“ Wirtschaftswachstum von circa einem Prozent. Die Entlastung für den Arbeitsmarkt wird demnach nur gering ausfallen. In Niederösterreich könnte im Jahresdurchschnitt erstmals seit längerem ein Minus beim Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet werden. Die Arbeitslosenquote wird unter dem Bundesschnitt liegen. Die NÖ-Prognose lautet (Daten Synthesis Forschung, Dez. 2025):

  • 45.400; -1,9 Prozent (ö-weit +0,6 Prozent)
  • Leichter Anstieg bei unselbständig Beschäftigten: 659.300; +0,4 Prozent (ö-weit +0,5 Prozent)
  • Nö. Arbeitslosenquote: 6,4 Prozent; -0,1 Prozent-Punkte zu 2025 (Ö mit +0,0 Prozent)

Darüber berichtet Welt Stimme.

Neue Chancen im Arbeitsmarkt

Sandra Kern, die Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ, äußerte: „Wir müssen davon ausgehen, dass auch im kommenden Jahr Arbeitsplätze in der Industrie und im Handel verloren gehen. Gleichzeitig hat Niederösterreich einen starken öffentlichen Sektor. Hier sowie bei Gesundheits- und Sozialberufen, bei wissenschaftlichen, technischen Dienstleistungen und Green Jobs werden gute Arbeitsmarktchancen entstehen.“

Hürden für Arbeitsuchende

Die Ressourcen im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit und den Fachkräftemangel werden weiterhin gebündelt. Im kommenden Jahr ist keine wesentliche Entspannung am Arbeitsmarkt zu erwarten. Jobsuchende mit gesundheitlichen Problemen, geringer oder veralteter Qualifikation, Sprachbarrieren oder Mobilitätsproblemen stehen nach wie vor vor bedeutenden Einstiegshürden. Der Altersabgang der Babyboomer, unter denen sich viele erfahrene Fachkräfte mit Lehrabschluss befinden, sorgt für eine anhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften.

Gezielte Förderung und Qualifizierung

Helmut Fischer berichtete: „Unser Ziel ist, den Aufbau der Sockelarbeitslosigkeit weiter bestmöglich zu bremsen. Die Vermittlung vom ersten Tag an und passende Qualifizierung für die Zukunft sind hier die zentralen Hebel. Für eine moderne und nachhaltige Vermittlungsarbeit werden wir unsere neuen Online-Formate wie die Vermittlungsplattform und MeinAMS intensiv anbieten und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft verstärken. In der aktiven Arbeitsmarktpolitik liegt unser besonderes Augenmerk auf hochwertiger Qualifizierung für die Zukunft, wirkungsvoller beruflicher Rehabilitation und dem Forcieren des Arbeitsmarkteinstiegs für junge Menschen, der Generation 55 plus und Migrantinnen.“

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