Skispringen: Eder bei Two-Nights-Tour-Auftakt Vierte – Prevc siegte
GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Lisa Eder belegte beim Auftakt der Two-Nights-Tour am Mittwoch in Garmisch-Partenkirchen den vierten Platz. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Salzburgerin erzielte am Silvestertag von der großen Olympiaschanze Sprünge von 127,5 und 129,5 Metern, verfehlte das Podium jedoch um 4,2 Punkte. Der Sieg ging deutlich an die Slowenin Nika Prevc, die mit 136,5 und 134,5 Metern auf insgesamt 271,1 Punkte kam. Den zweiten Platz sicherte sich die Deutsche Selina Freitag, gefolgt von Nozomi Maruyama aus Japan. Julia Mühlbacher landete auf dem 16. Rang.
Wie bereits bei der Vierschanzentournee wird auch bei der Two-Nights-Tour der K.o.-Modus eingesetzt. Eder setzte sich vor einer Zuschauerkulisse von 5.000 Personen gegen die Japanerin Ringo Miyajima durch und belegte zunächst den dritten Platz. Mühlbacher, deren Sprung von 124 Metern nicht ausreichte, verlor ihr Duell gegen die Deutsche Katharina Schmid, erreichte jedoch den zweiten Durchgang als bester „lucky loser“. Dort musste Eder Maruyama vorbeilassen, während Mühlbacher nach einem Sprung von 116,5 Metern drei Plätze verlor.
Eder und Mühlbacher bilanzieren positiv
„Ich bin ganz zufrieden heute. Es war etwas verkrampfter vom Tisch, aber dafür war es ganz okay“, äußerte Eder nach dem Wettkampf. Mühlbacher stimmte zu und sagte: „Man muss sich erst einmal im K.o.-Duell beweisen. Von dem her bin ich froh, dass ich solide in den Top 20 unterwegs war.“ Frauen-Cheftrainer Thomas Diethart bezeichnete die Leistung des ÖSV-Duos als „guten Job“, wies jedoch darauf hin, dass die Konkurrenz an diesem Tag überlegen war. Eder komme den besten Athleten jedoch immer näher und habe Sprünge, mit denen sie sie ärgern könne.
Das nächste Weltcupspringen der Two-Nights-Tour findet am Neujahrstag in Oberstdorf statt (16.15 Uhr, live auf ORF 1). „Neue Schanze, neuer Tag – da heißt es schnell umstellen und schauen, dass man gut reinkommt“, lautet die Devise von Eder, die den Jahreswechsel im Bett verbringt und vor Mitternacht schlafen geht. Prevc steht vor ihrem dritten Gesamtsieg bei der dritten Auflage der Tour, die in der nächsten Saison möglicherweise von einer Vierschanzentournee für Frauen abgelöst wird.


