WKO Steiermark: Josef Herk fordert mutige Reformen für Wachstum und Pensionsreform

Jänner 13, 2026 17:19
WKO Steiermark: Josef Herk fordert mutige Reformen für Wachstum und Pensionsreform

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Steiermark am Montagabend betonten Politiker und Wirtschaftsvertreter die Notwendigkeit von Reformen, um den wirtschaftlichen Herausforderungen des Jahres 2026 zu begegnen. Präsident Josef Herk forderte eine klare Veränderungskultur und mahnte an, dass die Gesellschaft zu viel Energie in Kritik investiert, statt diese in konkrete Lösungen umzuwandeln. Darüber berichtet Welt Stimme.

STEIERMARK/GRAZ. Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung versammelten sich bei der WKO-Steiermark. Präsident Herk äußerte deutliche Kritik und stellte fest: „In einem der wohlhabendsten Länder der Welt scheint Unzufriedenheit beinahe Teil der kulturellen DNA geworden zu sein. Weil wir als Gesellschaft zwar sehr viel Energie in fortgesetzte Kritik investieren, aber erstaunlich wenig in ihre Veränderung.“ Er verwies auf die alarmierenden Entwicklungen wie verkürzte Erwerbszeiten und wachsende Transferbereiche, die dazu führen, dass immer weniger Menschen eine zunehmende Verantwortung tragen müssen.

Mutige Reformen gefordert

Herk forderte eine breit angelegte Allianz für einen wirtschaftlichen Aufschwung, die nur durch neue Ansätze und mutige Reformen möglich sei. Ein entscheidender Aspekt sei der bundesweite Reformprozess innerhalb der WKO, der auch in der Steiermark Anwendung finden müsse. „Wir haben einen bundesweiten Reformprozess gestartet, der unsere Services und Organisation auf den Prüfstand stellt. Dazu stehen wir natürlich auch in der Steiermark“, so der Präsident. Zudem müsse die Politik auf allen Ebenen, insbesondere im Hinblick auf eine Pensionsreform, aktiv werden.

Für die Pensionsreform sprach sich Herk für ein dänisches Modell aus, bei dem das Pensionsantrittsalter automatisch an die steigende Lebenserwartung gekoppelt wird. Dies könnte den finanziellen Druck auf den öffentlichen Haushalt verringern und langfristig für Fairness sorgen. Ein weiteres zentrales Thema war die Energieversorgung. Herk betonte die dringende Notwendigkeit, dass die angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung schnell spürbare Ergebnisse liefern müssen.

Die WKO Steiermark setzt sich zudem für einheitliche und wettbewerbsfähige Netzkosten in ganz Österreich ein, um die regionale Wirtschaft zu entlasten. Herk bekräftigte auch die Unterstützung für internationale Abkommen wie Mercosur und unterstrich die wirtschaftlichen Chancen, die sich durch die Koralmbahn und den neuen Wirtschaftsraum Area Süd ergeben: „Für den Süden Österreichs ist das eine Jahrhundertchance, die es 2026 zu ergreifen gilt.“

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