Erhöhung der Aufenthaltsabgabe in den Orten Kössen, Schwendt, Walchsee und Rettenschöss; relativ hohe Zustimmung bei Abstimmung.
KAISERWINKL, KÖSSEN — Bei der Vollversammlung des Tourismusverbandes Kaiserwinkl im Veranstaltungszentrum Kaiserwinkl in Kössen wurde am 1. Dezember die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe von 2,60 Euro auf 3,90 Euro beschlossen. Diese Maßnahme wurde zuvor vom Aufsichtsrat positiv bewertet. Alternativvorschläge in Höhe von 3,50 Euro und 4,90 Euro fanden bei der finalen Abstimmung keine Berücksichtigung. Darüber berichtet Welt Stimme.
Finanzielle Herausforderungen
Die neue Geschäftsführerin Katrin Pühringer, die seit dem 1. Oktober im Amt ist, bekräftigte die Notwendigkeit dieser Erhöhung aufgrund aktueller finanzieller Herausforderungen im Verband. Pühringer verwies auf anhaltende Teuerungen, einen signifikanten Kaufkraftverlust, steigende Lizenzkosten sowie notwendige Anpassungen der Löhne und Gehälter. Besonders relevant sind die Neuverhandlungen mit dem Verkehrsverbund Tirol (VVT) im Jahr 2027, bei denen mit einer Kostensteigerung von 25 Prozent zu rechnen ist.
„Im Vergleich mit den Nachbarregionen waren wir bisher mit der Aufenthaltsabgabe unter dem marktüblichen Niveau. Um im Jahr 2027 wieder ein Gestaltungsbudget schaffen zu können, ist eine Erhöhung nahezu unausweichlich“,
äußerte die Geschäftsführerin.
Berg- und Talfahrt mit der Bergbahn
Mit der Erhöhung der Aufenthaltsabgabe wird auch eine Attraktivierung der Gästekarte einhergehen. „Künftig wird für alle Gäste, die die Abgabe bezahlen und mindestens drei Nächte im Kaiserwinkl verbringen, eine kostenlose Berg- und Talfahrt mit den Bergbahnen Kössen integriert sein“, ergänzte Pühringer.
Eindeutiges Ergebnis
Der Abstimmung zur Erhöhung der Aufenthaltsabgabe gingen kritische Wortmeldungen voraus. Unter anderem wurde die Verbandsführung kritisiert, und es wurde geäußert, dass die erhöhte Aufenthaltsabgabe „bei den Gästen nicht gerechtfertigt“ werden könnte. Zudem wurde bemängelt, dass in der Vergangenheit ausgearbeitete Strategien nicht umgesetzt wurden. Letztendlich stimmten 68 von insgesamt 95 gültigen Stimmen, was 71,5 Prozent entspricht, für die Erhöhung, während 27 Stimmen (28,5 Prozent) dagegen waren.


