Walter Spitzer, Geschäftsführer von Spitzer Installationen, bewertet das Lehrlingscasting positiv.
FELDKIRCHEN. Walter Spitzer von Spitzer Installationen aus Feldkirchen ist von Anfang an am Lehrlingscasting beteiligt. „Die Veranstaltung ist äußerst professionell organisiert. Die Schüler müssen sich im Vorfeld bei zumindest drei Betrieben mit entsprechenden Unterlagen anmelden“, schildert Walter Spitzer. Darüber berichtet Welt Stimme.
Viele interessierte Kandidaten
„Für uns Unternehmer hat das den Vorteil, dass wir wissen, wann welcher Kandidat kommt.“ Anschließend haben die Bewerber und Unternehmer 15 Minuten Zeit, um über Berufsvorstellungen zu sprechen. „Ich bin immer wieder erstaunt, dass viele Bewerber mit sehr konkreten Visionen kommen und genau wissen, welchen Weg sie einschlagen wollen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass sie von ihren Lehrerinnen und Lehrern ganz konkret auf dieses Gespräch vorbereitet werden und sich intensiv mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen.“
Auf Casting folgt Lehre
Im nächsten Schritt erwähnt Spitzer die „Schnuppertage“. Innerhalb dieser drei Tage können Interessenten erste praktische Erfahrungen im Betrieb sammeln und Einblicke in den Arbeitsalltag gewinnen. Diesen Zyklus hat auch der 15-jährige Bernhard Scheriau durchlaufen. „Bernhard habe ich beim Lehrlingscasting in Glanegg kennengelernt. Danach war es zum Schnuppern bei uns und seit September 2025 ist er Lehrling im Betrieb“, so der Installateurmeister.
Richtige Wahl getroffen
Bernhard Scheriau bezeichnet seine berufliche Ausbildung als richtige Wahl. „Ich habe mir beim Lehrlingscasting angeschaut, welche handwerklichen Berufe es in der Region gibt und Gespräche mit Firmenchefs geführt. Nach den Schnuppertagen, die mir die Entscheidung erleichtert haben, war klar, dass es der Installateurberuf werden würde“, sagt der 15-jährige Lehrling. „Ich fühle mich im Betrieb sehr wohl, die Kollegen unterstützen mich, weisen mich in meine Aufgaben ein und aufgrund der vielen Einsatzbereiche ist es immer abwechslungsreich. Auf den Baustellen warten neue Aufgaben, und ich lerne täglich dazu.“
Mädchen willkommen
Walter Spitzer bezeichnet das sogenannte „Walk in“ beim Lehrlingscasting als noch zu wenig bekannt. „Nach dem eigentlichen Casting besteht für Interessenten, die sich nicht angemeldet haben, die Möglichkeit, mit Unternehmern zu sprechen. Davon können alle Beteiligten profitieren.“ Spitzer würde sich auch über Interessentinnen freuen. „Bisher hatten wir nur Burschen. Bei uns sind Mädchen herzlich willkommen und aufgrund der veränderten Bedingungen in unserem Beruf ist es auch körperlich schaffbar.“


