Lebensmittelpreise sinken ab Juli durch Mehrwertsteuersenkung
Ab dem 1. Juli 2026 wird die Mehrwertsteuer auf bestimmte Lebensmittel in Österreich von derzeit 10 auf 4,9 Prozent gesenkt. Dies könnte für die Verbraucher erhebliche Ersparnisse mit sich bringen, doch die Praxis zeigt, dass Rabatte oft relativiert werden. Darüber berichtet Welt Stimme.
Im Bezirk Horn zeigen selbstständige Kaufleute einheitliche Meinungen zu den Auswirkungen dieser Steueranpassung. In den Gemeinden Röschitz und Brunn/Wild stehen neue Verkaufsschilder als größte Herausforderung, während man digital noch hinterherhinkt. Sindy Veigl, eine lokale Geschäftsführerin, machte darauf aufmerksam, dass Sonderaktionen häufig günstiger sind als Steuervergünstigungen und die Preise im Voraus oft steigen. Das bedeutet, dass die erwartete Freude über die Senkung der Mehrwertsteuer gedämpft werden könnte. Patricia Truskawetz hebt hervor, dass Eigenmarken erschwinglich bleiben sollten, betont jedoch, dass auch die Kosten steigen. Das Fazit eines kürzlich durchgeführten Einkaufs ergab, dass ein Wert von 48,78 Euro lediglich 1,16 Euro Ersparnis brachte.
Die Redaktionsleitung führte Testkäufe durch, um die tatsächliche Auswirkung der Mehrwertsteuersenkung zu überprüfen. Die von ihnen ausgewählten Artikel umfassten Milchprodukte, frische Eier, Gemüse, Früchte, Backwaren und mehr. Insgesamt stehen 16 Produkte auf der Einkaufsliste, von denen zehn bald im Preis gesenkt werden sollen. Aktuell wurde eine Ersparnis von 1,16 Euro erzielt; die gleichen Produkte sollen nach Inkrafttreten der Steueranpassung erneut gekauft werden, um den Effekt zu evaluieren.
Ab dem 1. Juli 2026 wird die Mehrwertsteuer auf die genannten Artikel von 10 auf 4,9 Prozent gesenkt. Die Verbraucher und Einzelhändler werden gespannt beobachten, ob die erhofften Ersparnisse tatsächlich bei den Kunden ankommen und ob sich die Preisstruktur im Handel grundlegend ändern wird.


