Neues Buch über volkskundliches Sammeln in Salzburg vorgestellt

Feber 20, 2026 13:57
Neues Buch über volkskundliches Sammeln in Salzburg vorgestellt

Am 20. Februar 2026 präsentierten das Salzburger Landesinstitut für Volkskunde und das Forum Salzburger Volkskultur gemeinsam mit Landesrat Maximilian Aigner die Neuerscheinung „Volkskundlich sammeln?“ im Haus der Volkskulturen. Das Buch beleuchtet die Geschichte des volkskundlichen Sammelns seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zu aktuellen Fragestellungen in der Kulturwissenschaft. Darüber berichtet Welt Stimme.

„Volkskultur erfindet sich neu“

In Salzburg sind 1.751 Vereine aktiv, die sich mit dem Sammeln und Dokumentieren befassen. Landesrat Maximilian Aigner betonte, dass dieses Sammeln sowohl Rückblicke in die Vergangenheit als auch in die Gegenwart ermöglicht: „Traditionen und Bräuche sind der kulturelle Puls unserer Gesellschaft. Was wir davon aufbewahren sowie festhalten und was an Neuem hinzukommt, sagt viel über uns selbst aus. In ihrer Lebendigkeit entwickelt sich die Volkskultur ständig weiter“, erklärte Aigner.

Bauernhöfe, Trachten, Bräuche

Ein vielfältiges Sammeln fand statt, einschließlich großer Bauernhöfe im Salzburger Freilichtmuseum seit 1984 sowie Trachten und Kleinobjekten, die im Volkskundemuseum oder in Regionalmuseen aufbewahrt werden. Auch Musik, Lieder, Bräuche und Tänze wurden dokumentiert.

Sammel-Blickwinkel verändert sich

Michael Greger, Leiter des Salzburger Landesinstituts für Volkskunde, stellte in der Publikation zentrale Fragen zur Entwicklung des Sammelns:

„Wie hat sich das Sammeln über die Jahrzehnte eigentlich verändert, und warum? Wie hat sich unser Blick auf die Dinge der Vergangenheit gewandelt? Denn in der Volkskunde, die eigentlich noch gar nicht so alt ist, haben sich Aufgaben, Sichtweisen und Praktiken grundlegend verändert“,

so Greger.

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