Alexandri-Schwestern kehren aus Gründen der sportlichen Entwicklung nach Griechenland zurück

Feber 27, 2026 12:18
Alexandri-Schwestern kehren aus Gründen der sportlichen Entwicklung nach Griechenland zurück

SYNCHRONSCHWIMMEN: ALEXANDRI-SCHWESTERN KEHREN NACH GRIECHENLAND ZURÜCK

WIEN. Ein schwerer Schlag für den österreichischen Synchronschwimm-Sport: Die Alexandri-Schwestern, Anna-Maria, Eirini und Vasiliki, haben beschlossen, zu ihrem Heimatland Griechenland zurückzukehren. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die Drillinge hatten in den letzten 14 Jahren zahlreiche Medaillen gewonnen und gelten als Österreichs erfolgreichste Synchronschwimmerinnen. Am Mittwoch wurden alle relevanten Stellen über ihren Abschied informiert, am Donnerstag fand die offizielle Abrüstung beim Bundesheer statt.

In einer Aussendung bedankten sich die 28-jährigen Sportlerinnen beim österreichischen Schwimmverband (OSV). „Die Unterstützung, die Möglichkeiten und die Bedingungen, die uns gegeben wurden, haben wesentlich zu unserer sportlichen Entwicklung beigetragen. Diese Erfahrungen werden immer ein wichtiger Teil unserer Laufbahn bleiben. Gleichzeitig glauben wir, dass es an der Zeit ist, zu unseren Wurzeln zurückzukehren“, wurde in der Mitteilung zitiert. OSV-Sportdirektor Walter Bär erklärte, die Entscheidung sei für den Verband überraschend und emotional gewesen.

Fehlende Trainerin seit Monaten

Die Alexandris waren seit der Rückkehr ihrer Kurzzeittrainerin Takako Nakajima aus familiären Gründen im vergangenen Jahr ohne Trainerin und konnten somit nicht effektiv trainieren. Die genauen Gründe für ihre Rückkehr nach Griechenland sind nicht vollständig bekannt; in der Aussendung wurden „private“ Gründe genannt. Fest steht jedoch, dass sie derzeit nicht mehr für Österreich und auch nicht für Griechenland antreten können. Um die Sportnationalität zu wechseln, müsste der griechische Verband eine entsprechende Anfrage stellen, die auch von Österreich genehmigt werden müsste.

OSV-Präsident Arno Pajek äußerte: „Wir danken Anna-Maria, Eirini und Vasiliki für ihren Einsatz und gratulieren ihnen zu den außergewöhnlichen Erfolgen, die sie auch für Österreich erzielt haben. Wir wünschen ihnen alles Gute für ihren weiteren Weg.“ Zu den größten Erfolgen des Trios zählen unter anderem zweimal WM-Gold, zweimal WM-Bronze sowie eine EM-Goldmedaille, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen durch Anna-Maria und Eirini-Marina. Vasiliki errang im Solo zwei Vize-WM-Titel sowie zweimal EM-Gold und dreimal EM-Silber.

Rückkehr nach Griechenland in naher Zukunft

Gernot Uhlir, Geschäftsführer der Sporthilfe, führte aus, dass die Alexandri-Schwestern mit ihren Erfolgen dem österreichischen Synchronschwimmen internationale Sichtbarkeit verliehen und als Vorbilder für eine neue Generation junger Sportlerinnen fungiert haben. Seit ihrem Umzug nach Österreich im Jahr 2012 und der Erhalt der Staatsbürgerschaft zwei Jahre später wurden sie von der Österreichischen Sporthilfe gefördert. In den kommenden Tagen werden sie mit ihrer Mutter endgültig nach Griechenland zurückfliegen.

Für den österreichischen Synchronschwimm-Sport stellt diese Entscheidung einen herben Rückschlag dar, da das Land in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht mehr im Medaillenkampf mitspielen kann. „Es gibt talentierte Nachwuchsathletinnen, aber diese befinden sich noch im Juniorenalter. Es wird Zeit benötigen, bis sie auf diesem Niveau antreten können“, erklärte Bär. Bei der kommenden Europameisterschaft in Paris wird Österreich nicht vertreten sein.

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