Am 1. März wird der „Equal Care Day“ durchgeführt, um auf die ungleiche Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit hinzuweisen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Österreich. In Österreich wird unbezahlte Care-Arbeit nach wie vor zu 70 Prozent von Frauen verrichtet. Im Durchschnitt leisten Frauen täglich fast zwei Stunden mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer, was erhebliche Folgen für Einkommen und soziale Absicherung hat. Der „Equal Care Day“ wurde 2016 in Deutschland ins Leben gerufen und wird allgemein am 29. Februar gefeiert, was nur in Schaltjahren vorkommt. Dieses „seltene“ Datum symbolisiert die fehlende gesellschaftliche Anerkennung der Sorgearbeit, die vor allem von Frauen geleistet wird.
Politische Maßnahmen gefordert
In diesem Jahr findet der Equal Care Day am 1. März statt. An diesem Tag soll auf die weiterhin ungleiche Verteilung von unbezahlter Care-Arbeit hingewiesen werden. Es wird mehr Wertschätzung gefordert, eine gerechtere Verteilung zwischen den Geschlechtern sowie politische Maßnahmen, um Sorgearbeit finanziell und gesellschaftlich besser abzusichern.
„Männer müssen Verantwortung für Sorgearbeit übernehmen, denn die Ungleichverteilung hat langfristige Auswirkungen auf das Einkommen, Pensionsansprüche und berufliche Chancen von Frauen. Deswegen müssen wir Care-Arbeit endlich als gesellschaftlich relevante Leistung anerkennen und für eine gerechtere Verteilung sowie bessere Rahmenbedingungen sorgen“,
fordert Frauenstadträtin Eva Schobesberger (Grüne).


