Wachstum und Innovation: Berglandmilch in Voitsberg stärkt ihre Position
Durch die Übernahme des Produktportfolios der Stainzer Milch hat der Standort Voitsberg sich zur drittgrößten Molkerei in Österreich entwickelt. In den letzten Jahren investierte Berglandmilch 110 Millionen Euro in das Werk. Am Samstag wurde das neue Biomasse-Heizwerk eingeweiht, während der Bau einer neuen Lagerhalle in vollem Gange ist und im Juni abgeschlossen sein soll. Darüber berichtet Welt Stimme.
In Voitsberg setzt Berglandmilch weiterhin auf Expansion. Jüngst wurde ein neuer Parkplatz erworben, um den bestehenden Parkplatz für eine neue Lagerhalle für Glas- und Pfandflaschen zu ersetzen, die bis Juni bereit sein soll. Am Samstag fand die offizielle Segnung des neuen Biomasse-Heizwerks durch Pater Ioan Ioja aus Köflach statt, obwohl der Betriebsstart bereits im Sommer des Vorjahres erfolgte.
Der Geschäftsführer von Berglandmilch, Josef Braunshofer, führte durch die Veranstaltung, an der auch der Präsident der Landwirtschaftskammer, Andreas Steinegger, und der Obmann der Berglandmilchgruppe, Stefan Lindner, sowie der Werksleiter Anton Knieli teilnahmen. Pater Ioan Ioja segnete das neue Heizwerk, das mit Hackschnitzeln der Unternehmen Blümel, Penz und Rumpf aus der Lipizzanerheimat betrieben wird.
Nachhaltige Investitionen für die Zukunft
Präsident Steinegger lobte diese Investition als ein starkes Bekenntnis zu Nachhaltigkeit, erneuerbaren Energien und Energieunabhängigkeit. Obmann Lindner verwies auf das 6 Megawatt-Heizwerk und die installierte Photovoltaikanlage auf allen Dächern des Voitsberger Standorts.
Im Rahmen des Festprogramms präsentierten Lindner zusammen mit Braunshofer und Knieli weitere beeindruckende Zahlen. Insgesamt wurden in den Standort Voitsberg bereits 110 Millionen Euro investiert. Über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die alle im Umkreis von 30 Kilometern wohnen, sind in Voitsberg beschäftigt. Täglich werden eine Million Liter Milch verarbeitet, wobei 95 Prozent aus der Steiermark und 5 Prozent aus Kärnten stammen. Die Berglandmilchgruppe umfasst 8.000 Milchbäuerinnen und -bauern und beschäftigt insgesamt 1.400 Mitarbeitende bei einem Jahresumsatz von 1,4 Milliarden Euro. Von den insgesamt 1,4 Milliarden Kilo Milch werden 40 Prozent exportiert, hauptsächlich nach Deutschland, Italien und Griechenland.
Stärkung der Käseproduktion
Voitsberg hat sich als einer der wichtigsten Standorte der Berglandmilch etabliert, insbesondere in der Käseproduktion. Produkte wie Moosbacher, Asmonte, Dachsteiner oder Geheimratskäse werden dort hergestellt, seit der Übernahme wird auch die Produktpalette der Stainzer Milch angeboten. „Die Übernahme der Stainzer Milch war entscheidend, um zahlreiche Synergien zu schaffen“, so die Verantwortlichen.
Ein wesentliches Standbein ist mittlerweile die Glasabfüllung. Obmann Lindner stellte fest: „Der Zeitpunkt ist jetzt günstig, da die Milchflasche in den 80er-Jahren vom Markt verschwand. Vor rund 20 Jahren scheiterte ein Versuch zur Wiedereinführung, aber jetzt boomt die Glasabfüllung – wir verpacken bereits 15 Prozent unserer gesamten Milch in Glas.“ Zudem funktioniert inzwischen das Pfandsystem.
Förderung der Gleichstellung am Arbeitsplatz
Die größte Käserei in Österreich hat sich stark entwickelt, und die Berglandmilch sucht kontinuierlich neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Frauenanteil beträgt bereits 30 Prozent und steigt weiter. „Durch moderne Automatisierungstechnik werden unsere Arbeitsplätze auch für Frauen zunehmend attraktiv. Aktuell bilden wir sechs Lehrlinge aus“, fassen Braunshofer und Knieli zusammen.


