Pakistanischer Angriff in Afghanistan fordert 13 Tote

Juni 12, 2026 22:09
Pakistanischer Angriff in Afghanistan fordert 13 Tote

Angriffe an der afghanisch-pakistanischen Grenze: Tote und Verletzte

Im anhaltenden Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan sind am Mittwoch erneut Luftangriffe erfolgt, die zu mehreren Toten und Verletzten führten. Nach Angaben der Taliban-Regierung wurden in der Nacht auf Mittwoch bei pakistanischen Luftangriffen in den Provinzen Kunar, Chost und Paktika 13 Personen getötet und 14 weitere verletzt, darunter viele Kinder. Der lokale Fernsehsender Tolonews berichtete von mindestens 19 Toten in der Provinz Chost.

Die pakistanische Regierung gab an, in Reaktion auf wiederholte Terroranschläge im Landesinneren Luftangriffe entlang der afghanisch-pakistanischen Grenze durchgeführt zu haben. Der Informationsminister Attaullah Tarar meldete, dass vier Ziele, darunter ein Trainingscamp und ein Waffendepot, vollständig zerstört worden seien und dabei Terroristen getötet wurden. Die Angaben beider Konfliktparteien sind derzeit nicht unabhängig überprüfbar.

Seit dem Herbst des vergangenen Jahres kommt es immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Nachbarländern. Pakistan wirft Afghanistan vor, Terroristen zu unterstützen, die Angriffe auf pakistanischem Boden verüben. Kabul bestreitet diese Vorwürfe. Zuvor hatte eine kurze Waffenruhe geherrscht, jedoch spricht Pakistan seit Ende Februar von einem „offenen Krieg“.

Am Dienstag wurden mehrere Sicherheitskräfte bei einem Angriff militanter Gruppen auf einen Kontrollposten in Peshawar getötet. Bei einem pakistanischen Luftangriff Mitte März wurde eine Entzugsklinik in Kabul getroffen, wobei laut UNO 269 Menschen ums Leben kamen. Menschenrechtler sehen mögliche Kriegsverbrechen in diesen Vorfällen.

Einordnung

Die erneuten Angriffe haben die bereits angespannte Lage zwischen Afghanistan und Pakistan weiter verschärft. Die Eskalation des Konflikts könnte die humanitäre Situation in der Region verschlechtern und die Sicherheit in Pakistan weiter gefährden.

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