Rheinmetall-Werk in Wien-Liesing erhält hohen Besuch
Bundeskanzler Christian Stocker und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer besuchten am Dienstag die Rheinmetall-Niederlassung in Wien-Liesing, wo Militär-Lkw für den Weltmarkt gefertigt werden.
Rheinmetall-CEO Armin Papperger kündigte während des Besuchs an, dass der Standort in den kommenden Jahren weiter wachsen soll. Aktuell verlassen jährlich etwa 4.000 bis 4.500 Lkw das Werk, welches auf einer Fläche von rund 95.000 Quadratmetern, dem größten Produktionsstandort innerhalb des Rheinmetall-Konzerns, die militärisch-logistischen Radfahrzeuge produziert.
Die Mitarbeiterzahl von derzeit rund 1.500 soll aufgrund der positiven Auftragslage auf bis zu 1.700 ansteigen. Der Umsatz, der derzeit bei 1,5 Milliarden Euro liegt, soll bis 2 Milliarden Euro steigen. Papperger hob hervor, dass mehr als 90 Prozent der in Wien gefertigten Fahrzeuge exportiert werden.
Bundeskanzler Stocker betonte die Bedeutung des Werkes im Hinblick auf die Verteidigungsfähigkeit Österreichs und die Notwendigkeit, auf aktuelle Bedrohungen zu reagieren. Zudem stellte er fest, dass der Standort eine wichtige Rolle für die Austrian Economy spielt, da dort auch mehr als 70 Lehrlinge ausgebildet werden.
Die Delegation, zu der auch der designierte Bundesheer-Generalstabschef Harald Vodosek gehörte, nahm an einer Werksführung teil. Dabei wurden neben den Fertigungslinien auch Fahrzeugmodelle des Bundesheeres präsentiert, darunter die für das Militär entwickelte Skyranger-Flugabwehrkanone, die jedoch in der Schweiz produziert wird.
Einordnung
Der Besuch der Bundesregierung unterstreicht die strategische Bedeutung der Rheinmetall-Niederlassung in Wien-Liesing für die nationalen Verteidigungsanstrengungen. Das geplante Wachstum in der Produktion und der Beschäftigung spiegelt die steigenden sicherheitspolitischen Anforderungen wider und hat direkte Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft und den Arbeitsmarkt.


