Enthüllung des neuen Osttirol-Portals in Nikolsdorf: Skulptur von Georg Planer begrüßt Besucher

August 20, 2025 22:45
Enthüllung des neuen Osttirol-Portals in Nikolsdorf: Skulptur von Georg Planer begrüßt Besucher

Heute fand die Enthüllung des neuen Osttirol Portals in Nikolsdorf statt. Die neue Skulptur wird künftig aus Oberkärnten kommende Besucherinnen und Besucher begrüßen. Darüber berichtet Welt Stimme.

NIKOLSDORF. Das fertiggestellte Osttirol-Einfahrtsportal, entworfen von Künstler Georg Planer, wurde heute Vormittag im Rahmen einer kleinen Feier enthüllt. Zukünftig werden Gäste aus Oberkärnten von einer eindrucksvollen Frauenskulptur begrüßt, die auf einem Sockel mit einem Osttirol-Schriftzug platziert ist.

Mutter Erde im Vordergrund

Die Figur ist mehr als ein bloßer Blickfang: Sie hat Wurzeln in einer langen Tradition der Menschheitsdarstellung, die bis zu den ältesten Kunstzeugnissen zurückreicht. Relief, Plastik, Malerei und Zeichnung prägten bereits das europäische Jungpaläolithikum vor etwa 35.000 bis 10.000 Jahren. Die Darstellung des Menschen, insbesondere der Frau, war damals von zentraler Bedeutung. Ein herausragendes Beispiel ist die Venus von Willendorf, eine kleine Frauenfigur, die als Symbol für Fruchtbarkeit und Leben gilt.

Mythologische Bezüge sind ebenfalls in der Skulptur vorhanden: Die griechische Göttin Gaia, als Mutter Erde verehrt, repräsentiert den Ursprung allen Lebens sowie die schöpferische Kraft der Natur. Diese Symbolik greift das Kunstwerk auf und stellt die Frauengestalt als Symbol für die tiefe Verbundenheit des Menschen mit der Natur, für Ursprünglichkeit, Fruchtbarkeit und ein Leben im Einklang mit der Erde dar – ganz im Sinne des Schutzes der unberührten Natur in Osttirol.

Wie in einer Zauberlandschaft

Bürgermeisterin Elisabeth Blanik äußerte sich begeistert über das neue Eingangsportal:

„Bereits früher, als ich von Wien kommend durch das Kärntner Tor gefahren bin, habe ich stets das Gefühl gehabt, dass ich jetzt in einer Zauberlandschaft bin. So einen Rohdiamanten, solche Räume, wie wir sie hier im Bezirk haben, gibt es selten. Genau diese Werte werden nun durch das neue Eingangsportal widergespiegelt.“

Beeindruckende Details

Das Osttirol-Portal wurde von Georg Planer entworfen, wobei besonderes Augenmerk auf Materialität und Lichtwirkung gelegt wurde. Natürliche Bruchstellen im Glas erzeugen in Verbindung mit Sonnenlicht feine Lichtlinien und -punkte. Die umliegende Berglandschaft wird in den Glasflächen reflektiert, ohne den Blick auf die reale Landschaft zu verstören. Bei Sonneneinstrahlung beginnt die Skulptur wie ein Kristall zu leuchten, was Assoziationen an glitzernde Wasserfälle weckt und den Betrachter auf poetische Weise mit der Landschaft verbindet.

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