Ugandas zukünftiger Ausbildungseinrichtung besichtigt österreichisches Modell
BURGKIRCHEN. Innocent Atworo, der designierte Leiter einer neuen landwirtschaftlichen Berufsschule in Lira, Uganda, besuchte letzte Woche die Landwirtschaftliche Berufs- und Fachschule (LWBFS) Burgkirchen. Sein Aufenthalt in Österreich dient dem Austausch über landwirtschaftliche Ausbildungsmethoden.
Atworo wird von der ARGE Schulpartnerschaft der HTL Braunau eingeladen, um verschiedene Aspekte der landwirtschaftlichen Ausbildung kennenzulernen. Der Bau der neuen Berufsschule in Lira erfolgt mit Unterstützung des Landes Oberösterreich. Die Klassenräume sind bereits fertiggestellt, der Bau der Schulküche ist aktuell im Gange. Der Unterrichtsbetrieb soll im nächsten Schuljahr beginnen.
Praxisnahe Einblicke in die Ausbildung
Birgit Kasteneder, Direktorin der LWBFS Burgkirchen, gewährte Atworo umfassende Einblicke in das österreichische landwirtschaftliche Schulwesen. Bei einer detaillierten Schulführung stellte sie die verschiedenen Ausbildungsbereiche und Praxisfelder vor. Dazu gehörten der Pflanzenbau, die Forstwirtschaft, die Bienenzucht sowie die Verarbeitungsbereiche wie die Herstellung von Apfelsaft und Most.
Besonders interessiert zeigte sich Atworo an den handwerklichen Ausbildungsinhalten, wie der Tischlerei, der Metallbearbeitung und der Landmaschinenwerkstätte. Auch die moderne Ausstattung der Schule beeindruckte ihn.
„Es war äußerst interessant, die vielfältigen Ausbildungsinhalte der Schule in Burgkirchen zu sehen. Das vermittelte Wissen geht weit über den landwirtschaftlichen Sektor hinaus. Unsere Schüler würden sich hier wie in einem Hotel fühlen“, äußerte sich Atworo begeistert über die Lernumgebung.
Bruno Plunger von der ARGE Schulpartnerschaft, der die Schulbauprojekte in Uganda koordiniert, zog ebenfalls ein positives Fazit: „Frau Kasteneder hat sich viel Zeit genommen und uns einen wertvollen Einblick in ihre Schule ermöglicht.“
Einordnung
Der Austausch zwischen den Bildungseinrichtungen könnte die Entwicklung der neuen Berufsschule in Lira entscheidend beeinflussen. Die Einblicke in die praxisorientierte Ausbildung in Österreich bieten eine Grundlage für die curricularen Entscheidungen in Uganda. Dies könnte zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Ausbildung und zur Fachkräftesicherung in der Region beitragen.


