UNO-Menschenrechtskommissar kritisiert Israel wegen Zynismus in Menschenrechtsfragen

Juni 24, 2026 12:18
UNO-Menschenrechtskommissar kritisiert Israel wegen Zynismus in Menschenrechtsfragen

UNO-Menschenrechtskommissar kritisiert Israel

Volker Türk, der UNO-Menschenrechtskommissar, hat Israel Zynismus im Umgang mit Palästinensern und den Vereinten Nationen vorgeworfen. Dies äußerte er in einem Interview mit der APA und bezog sich auf ein Comic-Video des israelischen Außenministeriums anlässlich des Weltflüchtlingstags, in dem Flüchtlinge als produziert dargestellt werden.

Türk betonte, dass er trotz der Ablehnung offizieller Kontakte mit seiner Behörde seit 2020 weiterhin inoffizielle Kontakte zur israelischen Zivilgesellschaft pflege. Dabei äußerte er Besorgnis über die sich verschlechternde Situation im Land und wies die pauschale Kritik Israels an den UNO-Aktionen zurück.

Er appellierte an Israel und die Europäische Union, den Dialog wieder aufzunehmen, und wies auf die negativen Auswirkungen hin, wenn Gespräche aufgrund kontroverser Aussagen eingestellt werden. Türk verwies auf die systematische Diskriminierung im Westjordanland und das kürzlich veröffentlichte Gutachten des Internationalen Gerichtshofs, das Rassendiskriminierung thematisiert.

Die Lage der Palästinenser habe sich bereits vor der Terrorattacke am 7. Oktober 2023 dramatisch verschlechtert, was auch an der Ausweitung israelischer Siedlungen und zunehmenden Gewalttaten liege. Türk äußerte sich zudem zur zukünftigen Mitgliedschaft Österreichs im UNO-Sicherheitsrat und unterstrich die Wichtigkeit von Menschenrechtsfragen in diesem Kontext.

Einordnung

Türks Aussagen reflektieren die anhaltenden Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern sowie die Herausforderungen in den internationalen Beziehungen. Die Kritik an den Praktiken Israels könnte die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung des Konflikts zusätzlich komplizieren.

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