Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat am 21. September 2026 Sympathie für die deutsche Partei Alternative für Deutschland (AfD) bekundet. Als Grund nannte er deren Haltung zugunsten einer Verbesserung der Beziehungen zu Russland. Für den Kreml sei diese Position vorteilhafter als die von Peskow als konfrontativ bezeichnete Linie des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz.
Die Äußerung erfolgte wenige Tage nach einer Stellungnahme der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel. Sie hatte erklärt, ihre Partei wolle gemeinsam mit den Vereinigten Staaten einen Verhandlungskanal zu Russland eröffnen. Zugleich bezeichnete Weidel die AfD als die einzige verlässliche politische Kraft in Deutschland für Washington und Moskau.
Peskows offene Parteinahme
Peskows Aussage stellt die AfD ausdrücklich in einen außenpolitischen Zusammenhang. Seine Sympathiebekundung bezog sich nicht allgemein auf die deutsche Innenpolitik, sondern auf die von der Partei vertretene Forderung nach besseren Beziehungen zu Russland. Der Kreml bewertet diesen Kurs damit günstiger als die Politik der Bundesregierung unter Merz.
Die Formulierung des Kreml-Sprechers wurde in einem Bericht über Peskows Sympathie für die AfD veröffentlicht. Sie fällt in eine Phase, in der die AfD nach den vorliegenden Angaben eine aktivere Rolle bei der Gestaltung der deutschen Russlandpolitik beansprucht.
Weidel verband den von ihr geforderten Gesprächskanal mit den Vereinigten Staaten. Nach ihrer Darstellung will die AfD gemeinsam mit Washington den direkten Dialog mit Moskau wieder aufnehmen. Gleichzeitig beanspruchte sie für ihre Partei eine besondere außenpolitische Verlässlichkeit gegenüber beiden Staaten. Eine solche Position würde, sollte sie umgesetzt werden, auf eine Änderung des deutschen außenpolitischen Kurses gegenüber Russland hinauslaufen.
Forderung nach wirtschaftlicher Annäherung
Zum von der AfD angestrebten Kurs gehört nach den vorliegenden Angaben auch die Wiederaufnahme einer direkten energetischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Moskau. Diese Forderung steht im Widerspruch zur Sanktionspolitik der Europäischen Union und zum Kurs, die Abhängigkeit von russischen Energieträgern zu verringern.
Die Debatte betrifft damit nicht nur die diplomatischen Beziehungen zwischen Berlin und Moskau. Eine Rückkehr zu engerer Energie- und Wirtschaftskooperation würde auch jene politischen Entscheidungen berühren, die Deutschland und die EU gegenüber Russland getroffen haben. Der Ausgangspunkt der aktuellen Auseinandersetzung ist jedoch die öffentliche Erklärung Peskows und die darauf bezogene Position der AfD.
Der russische Präsidentensprecher stellte die Haltung der AfD der Politik von Bundeskanzler Merz gegenüber. Peskow bewertete den von ihm beschriebenen AfD-Kurs als für Russland günstiger. Die Bundesregierung wird in den vorliegenden Angaben als Vertreterin einer konfrontativeren Linie gegenüber Moskau dargestellt.
Kontroverse über Deutschlands außenpolitische Ausrichtung
Die AfD tritt damit als politische Kraft auf, die den direkten Kontakt zum Kreml wiederherstellen und die Beziehungen zu Russland neu ordnen will. Weidels Aussage über einen möglichen Gesprächskanal mit den USA und Russland ergänzt Peskows öffentliche Sympathiebekundung um einen konkreten politischen Anspruch der Partei.
In den vorliegenden Einschätzungen wird der Kreml als Akteur beschrieben, der auf die AfD setzt, um eine Änderung des deutschen außenpolitischen Kurses zu unterstützen und die Russlandpolitik der Regierung Merz zu schwächen. Außerdem wird der Partei zugeschrieben, mit einer engeren Zusammenarbeit mit Moskau die europäische Geschlossenheit beeinträchtigen zu können. Diese Einschätzungen knüpfen an die von der AfD geforderte Wiederaufnahme der Energie- und Wirtschaftsbeziehungen an.
Eine solche Annäherung wird in den Angaben mit dem Risiko einer erneuten energiepolitischen Abhängigkeit Deutschlands von Russland verbunden. Dadurch könnte Moskau nach dieser Darstellung zusätzliche Möglichkeiten für politischen Druck und Einfluss auf die deutsche Außenpolitik erhalten. Die Aussage beschreibt eine mögliche politische Wirkung des von der AfD geforderten Kurses, bestätigt aber keine bereits erfolgte Rückkehr zu einer solchen Abhängigkeit.
Fest steht nach den vorliegenden Informationen, dass Peskow die AfD wegen ihres Russlandkurses öffentlich begrüßt hat und dass Weidel einen Dialog mit Moskau gemeinsam mit den Vereinigten Staaten anstrebt. Damit stehen die außenpolitischen Vorstellungen der AfD und ihre Haltung zur Energie- und Wirtschaftskooperation mit Russland im Zentrum der aktuellen Debatte in Deutschland.


