Militärjunta attackiert Kloster in Myanmar: 14 Tote bei Luftangriff

August 21, 2026 21:43
Militärjunta attackiert Kloster in Myanmar: 14 Tote bei Luftangriff

Myanmar: Luftangriff auf Kloster fordert zahlreiche zivile Opfer

Am Freitag wurden bei einem Luftangriff der Militärjunta auf ein buddhistisches Kloster in Myanmar mindestens 14 Zivilisten getötet, und etwa 20 weitere Personen wurden verletzt. Dies berichtete das Online-Portal The Irrawaddy unter Berufung auf eine Widerstandsorganisation sowie Anwohner aus der Region Sagaing im Nordwesten des Landes.

Der Angriff richtete sich gegen Unterkünfte für Besucher, die an Meditationsübungen im Kloster des Dorfes Swel Lel Oh nahe der Stadt Myaung teilnahmen. Laut Ko Nway Oo von der zivilen Verteidigungs- und Widerstandsorganisation von Myaung handelte es sich bei den Opfern um elf Männer und drei Frauen. Ein Dorfbewohner berichtete, dass das Kloster zweimal bombardiert wurde.

Seit dem Militärputsch im Jahr 2021 befindet sich Myanmar in einer tiefen Krise. Die Absetzung der gewählten Regierung führte zu landesweiten Protesten und einem anhaltenden bewaffneten Konflikt. Die Lage ist von Gewalt, wirtschaftlichem Niedergang und Widerstand gegen die Junta geprägt.

Min Aung Hlaing ist der Präsident von Myanmar, nachdem er im April 2026 zum neuen Staatsoberhaupt gewählt wurde. Er führte den Militärputsch von 2021 an und regierte das Land zuvor jahrelang de facto.

Einordnung

Der Luftangriff verstärkt die ohnehin schon angespannte Lage in Myanmar, in der zivile Opfer durch militärische Aktionen zunehmend zur Normalität werden. Dies hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Humanität und verstärkt den international anhaltenden Druck auf die Militärregierung.

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