Haller Forscher schützen Fledermäuse vor Windrädern in Hall-Rum

August 22, 2026 07:12
Haller Forscher schützen Fledermäuse vor Windrädern in Hall-Rum

Fledermausschutz an Windkraftanlagen in Tirol

Die Privatuniversität UMIT TIROL erforscht den Schutz von Fledermäusen an Windkraftanlagen. Das Institut für Mess- und Sensortechnik entwickelt dazu Hightech-Kameras, Drohnen und bio-inspirierte Fledermaus-Phantome, um Kollisionen zu erkennen und den Artenschutz mit der Windkraft zu vereinbaren.

Die Mess- und Sensortechniker der UMIT TIROL haben eine Methode zur dreidimensionalen Erfassung von Fledermausflugbahnen entwickelt. Diese ermöglicht detaillierte Einblicke in das Verhalten von Fledermäusen im Umfeld von Windenergieanlagen.

Auf Basis dieser Erkenntnisse wird eine intelligente und auf Echtzeitdaten basierende Abschaltlogik für Windenergieanlagen entwickelt. Ein Stereo-Wärmebildkamerasystem soll Flugbahnen, Kollisionsereignisse und Schlagopfer automatisiert identifizieren. Dies erlaubt eine kurzzeitige Abschaltung von Windrädern in Situationen mit erhöhtem Risiko für Tiere, was einen Fortschritt für den Artenschutz bei gleichzeitiger Energieproduktion bedeutet.

Darüber hinaus wird ein kostengünstiges Sensorsystem entwickelt, das Rotorblattvibrationen mithilfe akustischer und optischer Messverfahren kombiniert. Ziel ist der zuverlässige Nachweis von Kollisionen mit Fledermäusen und Vögeln, um geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Erstmals ermöglicht die Kombination mehrerer Sensortechnologien eine ereignisgesteuerte Überwachung im Dauerbetrieb.

Die Entwicklungen sind ebenfalls für Tirol von Bedeutung. Univ.-Prof. DI Dr. Alexander Sutor betont, dass die Technologien dazu beitragen können, Windkraftstandorte ökologisch verträglich zu gestalten. Intelligente Sensorsysteme erlauben es, Abschaltzeiten auf tatsächlich kritische Situationen zu begrenzen, wodurch sowohl geschützte Tierarten als auch die Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen profitieren.

Einordnung

Die Forschungsarbeiten an der UMIT TIROL führen zu einem verbesserten Schutz von Fledermäusen an Windkraftanlagen. Dies trägt zur nachhaltigen Energiewende bei und stärkt die Position Tirols als Standort für innovative Umwelt- und Sensortechnologien.

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