Internationale Studenten auf BOKU-Exkursion am Bio Archehof Rasdorf in Scheibbs

August 22, 2026 12:53
Internationale Studenten auf BOKU-Exkursion am Bio Archehof Rasdorf in Scheibbs

Studierende aus 15 Ländern informieren sich über die Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen in Österreich

STEINAKIRCHEN. Familie Hauer begrüßte 20 internationale Studierende aus 15 Ländern am Bio Archehof Rasdorf im Rahmen einer Exkursion der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU).

Der Fokus des Besuchs lag auf der Haltung und Zucht gefährdeter Nutztierrassen in Österreich. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Mangalitza-Schweine und Tux-Zillertaler Rinder und erfuhren mehr über deren Bedeutung für die genetische Vielfalt.

Die Exkursion gehörte zu dem Intensivlehrgang „Contribution of Animal Breeding to Global Food Security“, den die BOKU seit mehreren Jahren für ein Konsortium europäischer Universitäten organisiert. Der internationale Austausch fördert das Verständnis für landwirtschaftliche Praktiken in Europa und beleuchtet die gemeinsamen Herausforderungen in der Tierzucht und Lebensmittelproduktion.

Im Rahmen des Exkursionsprogramms besuchten die Studierenden verschiedene Betriebe, darunter einen Milchviehbetrieb in Laab am Walde und einen Norikerpferdezuchtbetrieb in Stössing. Auch die Berglandhalle bei Wieselburg und das Rinderbesamungsunternehmen Genostar gehörten zum Programm. Der Besuch am Bio Archehof ermöglichte den direkten Austausch mit der Familie Hauer über die Haltung gefährdeter Rassen.

Die Exkursion setzte sich auch mit den Zielen der ÖPUL-Fördermaßnahme zur Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen auseinander. Die Rolle von ARCHE Austria wurde erläutert, deren Arbeit zur Erhaltung alter Rassen von Bedeutung ist. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis lieferte wertvolle Erkenntnisse für beide Bereiche.

Einordnung

Die Exkursion verdeutlicht die Notwendigkeit, gefährdete Nutztierrassen zu erhalten und die Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und landwirtschaftlicher Praxis zu stärken. Dies ist relevant für die Gewährleistung der genetischen Diversität und die Anpassung an globale Herausforderungen in der Lebensmittelproduktion.

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