Österreicherin widerspricht AfD bei Bayerns Bauhaus-Angelegenheiten

August 22, 2026 16:03
Österreicherin widerspricht AfD bei Bayerns Bauhaus-Angelegenheiten

Bauhaus-Direktorin warnt vor AfD-Politik in Sachsen-Anhalt

Barbara Steiner, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, äußert sich besorgt über die mögliche Machtübernahme der AfD bei den Wahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt. Das Bauhaus sieht sich durch die rechtsradikale Partei bedroht.

Steiner kritisiert die kulturpolitischen Ansätze der AfD, die eine „patriotische Wende“ anstrebt und dem Bauhaus Identitätslosigkeit vorwirft. Ihre Äußerungen über das Bauhaus sind geprägt von nostalgischen und völkischen Begriffen, die bereits in der Weimarer Republik gegen die moderne Avantgarde verwendet wurden.

Das von der AfD geforderte Programm nimmt Anleihen an Ungarn unter Viktor Orbán, wo eine enge Verknüpfung von Staat und Kultur propagiert wird. Steiner warnt, dass die AfD darauf abzielt, kulturelle Hegemonie zu erlangen und Vielfalt sowie Meinungsfreiheit einzuschränken.

Steiner sucht den Dialog und versucht, Stereotypen abzubauen, steht jedoch klar zu den Grundsätzen der Demokratie. Sie plant, den Dialog mit den Anhängern der AfD zu nutzen, um deren Beweggründe besser zu verstehen, während sie sich zugleich gegen mögliche Angriffe auf ihre Institution wappnet.

Am 4. und 5. September findet das Bauhausfest statt, dessen Motto in diesem Jahr der Zirkus ist. Steiner erwartet, dass das Fest vor der Wahl besonders viel Beachtung findet, und äußert, dass sie sich parteipolitisch neutral verhalte, jedoch eine vielfältige Stimmenvertretung im Landtag wünsche.

Einordnung

Die Diskussion um die AfD und das Bauhaus verdeutlicht die Spannungen im kulturellen Bereich Sachsen-Anhalts. Steiner betont die Notwendigkeit, kulturelle Vielfalt und die Werte der Demokratie zu verteidigen, gerade in einer Zeit, in der extremistische Strömungen an Einfluss gewinnen.

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