VDAV lehnt Verschärfungen bei Kurzzeitvermietungen in Wien ab
Der Verband der Apartmentvermieter (VDAV) hat am Montag gegen geplante Verschärfungen im Bereich der Kurzzeitvermietungen in Wien Stellung genommen. Er kritisierte, dass valide Zahlen zu den vermieteten Objekten fehlen und warnte vor einem verzerrten Bild durch kolportierte Daten.
VDAV-Vorstandsmitglied Felix Gradinaru äußerte in einer Pressekonferenz, dass die oft genannten 14.000 „Airbnb-Wohnungen“ wenig Aussagekraft haben. Er schätzte, dass nur etwa 4.000 bis 5.000 Wohnungen regelmäßig für touristische Kurzzeitvermietungen genutzt werden. Viele dieser Objekte werden ebenfalls an Geschäftsreisende oder Studierende vermietet. Der Verband fordert mehr Transparenz in den Zahlen und kritisiert das Fehlen spezifischer Daten zu Umwidmungen gewerblich genutzter Wohnungen.
Das geplante Vermieter-Register, das eine Registrierungspflicht für Vermieter vorsieht, wurde jedoch begrüßt. Laut Marcel Wegscheider, Sprecher des VDAV, sind diese Maßnahmen notwendig, um eine ehrliche Debatte zu ermöglichen. Er betonte, dass die Kurzzeitvermietungen oft nicht die Hauptursache für steigende Mieten darstellen könnten, da die tatsächliche Anzahl der problematischen Wohnungen gering sei.
Der Verband plädiert zudem für die Einführung von Regelungen, die Dienstwohnungen und ähnliche Nutzungen von der Kurzzeitüberlassung ausnehmen, und fordert Erleichterungen bei der Ortstaxe. Er argumentiert, dass Maßnahmen erst nach der Implementierung des Vermieter-Registers in Erwägung gezogen werden sollten, da dies klare Daten über die tatsächlichen Vermietungspraktiken liefern würde.
Einordnung
Die jüngsten Äußerungen des VDAV verdeutlichen die Auseinandersetzung um die Regulierung von Kurzzeitvermietungen in Wien. Die Forderungen nach genaueren Daten und klaren Regelungen unterstreichen die Bedeutung einer differenzierten Betrachtung des Themas, da diese wirtschaftliche Aspekte sowohl für Vermieter als auch für den Wohnungsmarkt betreffen.


