Neubau des Bosrucktunnels in Kirchdorf: Forderung nach schnelleren Fortschritten

August 25, 2026 17:33
Neubau des Bosrucktunnels in Kirchdorf: Forderung nach schnelleren Fortschritten

Diskussion über Bosruck-Bahntunnel in Spital am Pyhrn

Der Neubau des Bosruck-Bahntunnels bei Spital am Pyhrn soll die Pyhrnstrecke für den künftigen Güter- und Personenverkehr leistungsfähiger machen. Der aktuelle ÖBB-Rahmenplan, der Kürzungen und keinen Budgetansatz von 2030 bis 2032 vorsieht, sorgt jedoch für Kritik.

Christian Dörfel, Bezirksobmann der ÖÖVP, äußert sich besorgt über die Auswirkungen auf die Region Kirchdorf und Oberösterreich. Angesichts des Anstiegs des Schwerverkehrs auf der A9 um 28,5 Prozent seit 2016 sei eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene dringend erforderlich. Im Mai 2026 wurden im Bereich Spital durchschnittlich 22.164 Fahrzeuge pro Werktag gezählt, darunter 6.332 Schwerfahrzeuge.

Michael Gruber, Landtagsabgeordneter der FPÖ, unterstützt die Kritik am anhaltenden Verkehrswachstum und dem „Nadelöhr Bosrucktunnel“. Er fordert von der Bundesregierung und der ÖBB klare Zusagen zu Finanzierung und Zeitplan für das Projekt. Gruber betont, dass die zuständigen Fachorgane alles tun, um den Herausforderungen des Verkehrsaufkommens gerecht zu werden.

Die ÖBB verweisen darauf, dass sich das Projekt noch in der frühen Planungsphase befinde. Die Trassenauswahl beginnt 2026, wobei ein planungsbegleitender Dialog gestartet wird. Dieser Prozess soll etwa bis 2028 dauern und umfasst eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die Planungskosten für die UVP sind jedoch erst ab 2033 vorgesehen.

Einordnung

Der Zeitplan für den Bosruck-Bahntunnel steht unter Druck, was die Finanzierung und Planungssicherheit betrifft. Dies könnte die künftige Verkehrsinfrastruktur in der Region negativ beeinflussen. Ein verzögerter Prozess könnte sich angesichts des steigenden Verkehrsaufkommens als kritisch herausstellen.

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