Start eines neuen europäischen Wettersatelliten
Am Donnerstag, den 27. August, wird vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ein neuer europäischer Wettersatellit, der „Meteosat Third Generation Imager-2“, gestartet. Die Mission soll präzisere Wetterdaten liefern und dient der Verbesserung von Prognosen und Warnungen vor extremen Wetterereignissen.
Der Satellit wird an Bord einer europäischen Ariane-6-Rakete ins All befördert. Beyond Gravity Austria, Österreichs größtes Raumfahrtunternehmen mit Sitz in Berndorf, Österreich, hat den Thermalschutz für den Satelliten entwickelt. Wolfgang Pawlinetz, Geschäftsführer von Beyond Gravity Austria, betont die Bedeutung der Thermalisolation für die Funktionsfähigkeit des Satelliten bei extremen Temperaturen.
Der neue Meteosat-Satellit wird in etwa 36.000 Kilometern Höhe betrieben und soll den europäischen Wetterdiensten Daten mit unerreichter Detailgenauigkeit liefern. Laut der europäischen Weltraumorganisation ESA wird der Satellit neue Datenprodukte bereitstellen, die besonders für die Vorhersage von Unwettern von Bedeutung sind.
Die Thermalisolation besteht aus mehreren Schichten ultradünner Spezial-Polyimidfolien, die vor extremen Temperaturschwankungen schützen. Pawlinetz erklärt, dass die Isolierung die Wirksamkeit einer meterdicken Ziegelmauer im Weltraum entfaltet.
Zusätzlich lieferte Beyond Gravity auch die Hochtemperaturisolierung für das Haupttriebwerk der Ariane-6-Rakete. Dies ist der dritte Satellit der Meteosat-Drittgeneration, nach dem letzten Start im Juli 2025 des Meteosat Third Generation Sounder.
Einordnung
Der Start des neuen Wettersatelliten ermöglicht eine verbesserte Wettervorhersage und erweiterte Warnmöglichkeiten. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Schutz vor extremen Wetterereignissen, sinnvoll in Bereichen wie Landwirtschaft und Katastrophenschutz. Die präziseren Daten könnten das Management von Naturkatastrophen optimieren und die öffentliche Sicherheit stärken.


