Inflation in Frankreich und Spanien steigt weiter an

August 28, 2026 13:13
Inflation in Frankreich und Spanien steigt weiter an

Inflation in der Euro-Zone steigt an

In der Euro-Zone haben die Verbraucherpreise im August deutliche Steigerungen verzeichnet. In Frankreich erhöhten sich die Preise im Jahresvergleich um 2,7 Prozent, nach 2,4 Prozent im Juli, wie das französische Statistikamt Insee am Freitag in Paris berichtete.

In Spanien stieg die Inflationsrate von 3,9 auf 4,5 Prozent, wie das Statistikamt INE mitteilte. Beide Länder verwenden einheitliche europäische Standards zur Berechnung der Inflationswerte. Laut Daniel Hartmann, dem Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Bantleon, sind insbesondere die Benzinpreise für den Anstieg verantwortlich. Das spanische Wirtschaftsministerium führt dies auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zurück, die zu einer faktischen Sperrung der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs transportiert wird, geführt haben.

Die Inflation könnte das im Mai erreichte Jahrshoch von 3,2 Prozent in der Euro-Zone übersteigen. Hartmann prognostiziert einen Anstieg auf 3,3 Prozent, von 2,9 Prozent im Juli. Eine erste Schätzung zu dieser Entwicklung wird das Statistikamt Eurostat in der kommenden Woche veröffentlichen.

Die Inflation liegt über dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Ziel von zwei Prozent. Daher könnte die EZB im September den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöhen, von 2,25 auf 2,50 Prozent. Laut den in dieser Woche veröffentlichten Protokollen zur Juli-Zinssitzung sind weitere Zinserhöhungen erforderlich, sofern sich die Inflationsaussichten nicht erheblich verbessern sollten.

In Österreich verzeichnete die Inflation im Juli laut Statistik Austria einen Rückgang auf 2,8 Prozent, was um 0,1 Prozentpunkte höher ist als die Schnellschätzung Ende Juli. Im Juni lag die Teuerungsrate bei 3,2 Prozent, wobei die Preisentwicklung durch niedrigere Lebensmittelpreise gedämpft wurde. Die seit Anfang Juli gültige Mehrwertsteuersenkung auf einige Grundnahrungsmittel hat zusätzlich zur Minderung der Inflation beigetragen.

Einordnung

Die steigende Inflation in der Euro-Zone und die geplanten Zinserhöhungen durch die EZB werden als Reaktion auf die Preisanstiege bei Energie und Lebensmitteln interpretiert. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Geldpolitik und könnte das wirtschaftliche Wachstum der Region beeinflussen. Verbraucher müssen sich auf höhere Kosten einstellen, während die Zentralbank versucht, die Inflation zu kontrollieren.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Kreislaufhof Mosauf in Baierdorf fördert gesunde Böden zur Bewältigung von Wetterextremen
Vorheriger artikel

Kreislaufhof Mosauf in Baierdorf fördert gesunde Böden zur Bewältigung von Wetterextremen

Links plant Umgestaltung des Donaukanals zum Erfrischungshotspot in Wien
Nächster artikel

Links plant Umgestaltung des Donaukanals zum Erfrischungshotspot in Wien

Nicht verpassen