Kirgisistan und USA wollen politischen Dialog sowie Handels- und Investitionsbeziehungen ausbauen

September 1, 2026 15:00
Kirgisistan und USA wollen politischen Dialog sowie Handels- und Investitionsbeziehungen ausbauen
Kirgisistan und USA wollen politischen Dialog sowie Handels- und Investitionsbeziehungen ausbauen

Kirgisistan und die USA wollen ihren politischen Dialog vertiefen und die Handels-, Wirtschafts- und Investitionsbeziehungen ausbauen. Das wurde bei einem Treffen des kirgisischen Präsidenten Sadyr Dschaparow mit Sergio Gor, dem Sondergesandten der Vereinigten Staaten für Süd- und Zentralasien sowie US-Botschafter in Indien, in Bischkek vereinbart. Die Begegnung fand am 31. August 2026 statt.

Im Mittelpunkt standen die weitere Entwicklung der kirgisisch-amerikanischen Beziehungen und Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit. Nach Angaben der kirgisischen Präsidialkanzlei tauschten sich Dschaparow und Gor über die Stärkung des politischen Dialogs sowie über die Ausweitung der Handels-, Wirtschafts- und Investitionskontakte aus. Die Mitteilung des Präsidenten von Kirgisistan zum Treffen nennt dabei sowohl bilaterale Fragen als auch die multilaterale Zusammenarbeit.

Kirgisistan im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

Dschaparow dankte dem US-Sondergesandten für die Glückwünsche zur Wahl Kirgisistans als nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen für die Jahre 2027 und 2028. Die kirgisische Seite wertete die Unterstützung im Zusammenhang mit dieser Wahl als Teil des Austauschs über die internationale Zusammenarbeit.

Kirgisistan wird dem Sicherheitsrat damit in der Periode 2027 bis 2028 angehören. In dem Gespräch wurde dieser bevorstehende Sitz gemeinsam mit Fragen der internationalen und globalen Sicherheit angesprochen. Weitere Einzelheiten zu konkreten Initiativen oder Positionen für die künftige Arbeit im Sicherheitsrat wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Für Bischkek ist der Sitz ein Bestandteil seiner multilateralen Außenbeziehungen. Im Gespräch mit dem US-Vertreter ging es zugleich um die Fortsetzung des politischen Kontakts zwischen beiden Staaten. Die kirgisische Präsidialkanzlei stellte dabei den Ausbau der Beziehungen und die Entwicklung zusätzlicher Kooperationsmöglichkeiten in den Vordergrund.

Wirtschaftsplattform V5+1

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Dschaparow und Gor verwiesen auf die Bedeutung der Geschäftsplattform „V5+1“. Das Format bringt die fünf zentralasiatischen Staaten mit den Vereinigten Staaten zusammen und soll geschäftliche Verbindungen sowie neue Möglichkeiten für Kontakte zwischen Unternehmen fördern.

Die Plattform dient nach den Angaben aus Bischkek dem Austausch zwischen Vertretern der Wirtschaft in Kirgisistan und den USA. Besprochen wurde ihre Rolle bei der Entwicklung von Geschäftsbeziehungen und bei der Schaffung zusätzlicher Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit. Die kirgisische Seite hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung der wirtschaftlichen Kontakte und der Investitionen hervor.

Die Gespräche über Handels- und Investitionsbeziehungen beziehen sich damit nicht nur auf staatliche Kontakte. Auch die Verbindung zwischen Unternehmen beider Länder wurde ausdrücklich genannt. Konkrete Investitionsprojekte, Abkommen oder Summen wurden nach den vorliegenden Angaben allerdings nicht bekanntgegeben.

Visaerleichterungen als bilaterales Anliegen

Dschaparow sprach außerdem die Visa-Bestimmungen für Bürger Kirgisistans an, die in die Vereinigten Staaten reisen wollen. Nach Darstellung der kirgisischen Seite betonte der Präsident die Notwendigkeit, die entsprechenden Anforderungen zu vereinfachen.

Gor habe diesem Anliegen zugestimmt. Angaben dazu, welche konkreten Verfahrensschritte oder Änderungen vorgesehen sind, enthält die Mitteilung nicht. Offen blieb damit auch, ob und wann sich die Einreisebestimmungen für kirgisische Staatsangehörige ändern könnten.

Das Thema wurde im Rahmen der bilateralen Gespräche neben dem politischen Dialog, der wirtschaftlichen Kooperation und den Fragen der internationalen Sicherheit behandelt. Damit umfasste das Treffen sowohl institutionelle Kontakte zwischen den Regierungen als auch praktische Anliegen von Unternehmen und Bürgern.

Die Begegnung in Bischkek fügt sich nach den Angaben der kirgisischen Präsidialkanzlei in die laufenden Bemühungen ein, die Beziehungen zwischen Kirgisistan und den USA in mehreren Bereichen weiterzuentwickeln. Im Vordergrund stehen vorerst der politische Austausch, die Geschäftsplattform V5+1, Investitionsmöglichkeiten und die Visa-Frage.

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