OMV stärkt Gasförderung in Gänserndorf
Die OMV engagiert sich seit Jahrzehnten in der Region Gänserndorf und betreibt dort rund 1.000 Sonden zur Öl- und Gasförderung. Mit einem täglichen Produktionsvolumen von 15.400 Barrel Öläquivalent auf einer Fläche von über 3.800 Quadratkilometern trägt das Unternehmen zur heimischen Energieversorgung bei.
Der Trend in der Energieproduktion verlagert sich zunehmend von Erdöl hin zu Erdgas. Henrik Mosser, Geschäftsführer der OMV Austria Exploration & Production GmbH, betont die wachsende Bedeutung von Gas als Partner der erneuerbaren Energien. Gas kann aufgrund seiner Speichermöglichkeiten die Schwankungen von Wind- und Solarenergie ausgleichen. In Österreich betreibt die OMV zwei unterirdische Erdgasspeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 2,3 Milliarden Kubikmetern, was etwa einem Viertel des jährlichen Erdgasverbrauchs des Landes entspricht.
Aktivität in der Region hat durch den Gasfund Wittau an Bedeutung gewonnen. Die OMV entdeckte 2023 eine der größten Gaslagerstätten in Österreich der letzten 40 Jahre. Bohrungen erreichen Tiefen von bis zu 5.000 Metern. In einer ersten Phase sollen 11 Terawattstunden Gas erschlossen werden, mit dem Potenzial, den Anteil der heimischen Gasproduktion auf bis zu 14 Prozent zu verdoppeln. Jährliche Investitionen von rund 150 Millionen Euro zeugen von der wirtschaftlichen Relevanz der Projekte.
Um den Herausforderungen der alternden Erdöllagerstätten zu begegnen, setzt die OMV auf moderne Technologien zur Effizienzsteigerung der Förderprozesse. Innovative Verfahren zur Wasseraufbereitung und die internationale Nachfrage nach österreichischem Know-how unterstreichen die führende Position des Unternehmens in dieser Branche.
Einordnung
Die zunehmende Fokussierung auf Gasförderung und die Entwicklungen rund um den Gasfund Wittau zeigen die klare Absicht der OMV, ihre Rolle in der Energieversorgung Österreichs zu stärken. Dies könnte signifikante Auswirkungen auf die heimische Energiewirtschaft und Investitionen in der Region haben.


