EU-Außenminister treffen sich nach Sprengstoffanschlag in Leipzig
Der versuchte Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig steht im Mittelpunkt des Treffens der EU-Außenminister in Wicklow, Irland, am Mittwoch. Die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas informierte, dass der russische EU-Gesandte einbestellt wurde.
Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) kündigte Gespräche mit dem deutschen Außenminister an. Er betonte die Bedeutung der Solidarität mit Deutschland und verwies auf die Notwendigkeit einer einheitlichen europäischen Antwort auf die Angriffe Russlands.
Die EU arbeitet an einem neuen Sanktionspaket gegen Russland, das bis Oktober zur Verabschiedung gelangen soll. Kallas erklärte, dass bis zu 1.600 weitere Personen und Unternehmen aus dem militärisch-industriellen Komplex Russlands sanktioniert werden sollen. Gespräche über zusätzliche Maßnahmen sind geplant.
Die Einbestellungen der russischen Diplomaten aus mehreren EU-Staaten zeigen die wachsende Unzufriedenheit mit Russlands Vorgehen. Kallas forderte eine gebündelte Anstrengung der EU, um den Druck auf Russland zu erhöhen und einen Abschluss des Krieges zu erwirken.
Einordnung
Die bevorstehenden Sanktionen und die klare Haltung der EU gegenüber Russland verdeutlichen eine verstärkte kollektive Reaktion auf hybride Bedrohungen. Die EU strebt an, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten, um die Unterstützung für die Ukraine zu sichern und die Stabilität in der Region zu fördern.


