Tipps zum Schulalltag in Österreich
Am Montag, den 7. September, beginnt in Wien wieder die Schule. Die Mehrheit der benötigten Materialien wurde bereits beschafft, jedoch enden die Ausgaben nicht am ersten Schultag. Eltern und Erziehungsberechtigte sehen sich das ganze Jahr über laufenden Kosten gegenüber.
Jennifer Holawatsch, Leiterin der Finanzbildung beim Fonds Soziales Wien (FSW), hat sieben Tipps zusammengestellt, die Familien bei der Einkauf und Budgetplanung unterstützen sollen. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei auch dem Thema Taschengeld geschenkt werden.
Zu den Ratschlägen gehören unter anderem: die Unterstützung von Dritten in Anspruch zu nehmen, Preise zu vergleichen, gebrauchte Artikel zu erwerben, Taschengeld als Lernmöglichkeit zu betrachten, offen über Finanzen zu sprechen und das gesamte Schuljahr im Blick zu behalten. Zudem sollten Eltern gut abwägen, ob ein Kauf aufgrund eines Wunsches oder einer Notwendigkeit erfolgt.
„Finanzbildung beginnt im Alltag. Der Schulstart ist eine gute Gelegenheit, mit Kindern und Jugendlichen über Wünsche und Notwendigkeiten, Konsum und den eigenen Umgang mit Geld zu sprechen. Wer früh lernt, Preise zu vergleichen, Ausgaben zu planen und eigene Entscheidungen zu treffen, entwickelt wichtige Kompetenzen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld“, so Holawatsch.
Im Blick sollten Eltern auch die Kosten für Öffi-Tickets, Mittagessen, Betreuung und Ausflüge haben. Diese Ausgaben könnten von Anfang an in das Haushaltsbudget eingeplant werden. Das Taschengeld für Kinder variiert je nach Altersgruppe:
- Für Kinder von sieben bis neun Jahren: ein bis fünf Euro pro Woche.
- Für Kinder von zehn bis 14 Jahren: 23 bis 45 Euro pro Monat.
- Für Jugendliche von 15 bis 18 Jahren: 45 bis 70 Euro pro Monat.
Die genaue Höhe des Taschengeldes sollte vom Einkommen der Familie abhängen und entsprechend angepasst werden. Wichtig ist, dass das Taschengeld regelmäßig ausgezahlt wird und den Kindern und Jugendlichen die Freiheit lässt, selbst zu entscheiden, wofür sie es verwenden.
Einordnung
Diese Tipps zur Finanzbildung zielen darauf ab, die finanzielle Verantwortung von Familien während des Schuljahres zu verbessern. Da die Ausgaben über das Schuljahr hinweg kontinuierlich anfallen, sind bewusste Entscheidungen hinsichtlich der Finanzen entscheidend für eine langfristige Planung. Der Umgang mit Geld wird so nicht nur im Bildungsbereich, sondern auch in der familiären Praxis gefördert.


