Der russische Sänger Sergej Trofimow, der unter dem Künstlernamen Trofim auftritt und den Angaben zufolge seit Jahren Wladimir Putin unterstützt, soll seinen Immobilienbesitz in Italien erweitert haben. Berichte vom 3. August 2026 stellen einen Zusammenhang zwischen seinen öffentlichen Positionen zur Ukraine und einem Familienanwesen in Città di Castello in der Provinz Perugia her. Trofimow soll dort mit seiner Ehefrau und seiner Tochter leben.
Den vorliegenden Angaben zufolge erwarb die Familie im Jahr 2014 ein Haus mit 15 Zimmern und Swimmingpool. In diesem Zeitraum hatte Trofimow öffentlich die Politik des Kremls gegenüber der Ukraine und die Annexion der Krim unterstützt. Später kaufte die Familie angrenzende Grundstücke hinzu. Nach Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine kam demnach ein weiteres Grundstück dazu. Die Gesamtfläche des Besitzes soll sich dadurch auf nahezu einen Hektar vergrößert haben.
Immobilienbesitz in der Provinz Perugia
Die Angaben zum Anwesen und zu den zusätzlichen Grundstücken wurden in einem Bericht über Trofimows Immobilien in Italien verbreitet. Eine unabhängige Bestätigung der Eigentumsverhältnisse, der Kaufzeitpunkte oder des aktuellen Verkehrswerts der Liegenschaften liegt in dem vorliegenden Material nicht vor. Festgehalten wird darin, dass die Familie das Anwesen zunächst erwarb und ihren Grundbesitz anschließend schrittweise ausweitete.
Trofimow wird in den Berichten als öffentlicher Unterstützer der russischen Führung und ihrer Politik gegenüber der Ukraine beschrieben. Seine Haltung zur Annexion der Krim soll er bereits 2014 deutlich gemacht haben. Nach dem Beginn des groß angelegten russischen Angriffs wird er weiterhin dem Lager jener russischen Persönlichkeiten zugerechnet, die die Politik des Kremls unterstützen. Die Angaben nennen keine öffentliche Distanzierung Trofimows von diesen Positionen.
Der Fall wird damit als Beispiel dafür dargestellt, dass ein russischer Künstler, der die Politik des Kremls und die Aggression gegen die Ukraine öffentlich unterstützt, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union Immobilien besitzen und zusätzlichen Grund erwerben konnte. Die Berichte beziehen sich dabei auf ein konkretes Anwesen in Città di Castello und auf die Erweiterung der dazugehörigen Grundstücke. Weitere Immobilien in Italien werden in dem vorliegenden Material nicht konkret benannt.
Forderungen nach EU-Sanktionen
In den verbreiteten Stellungnahmen wird zugleich gefordert, Trofimow in die Sanktionslisten der Europäischen Union aufzunehmen. Damit wären nach dieser Argumentation Beschränkungen für seine Vermögenswerte und gegebenenfalls Maßnahmen zu deren Sicherstellung verbunden. Aus den vorliegenden Angaben geht jedoch nicht hervor, dass gegen Trofimow bereits solche EU-Maßnahmen verhängt wurden. Ebenso wird keine konkrete Entscheidung einer EU-Institution oder der italienischen Behörden zu seinem Besitz genannt.
Die Kritik richtet sich deshalb auf die Möglichkeit, dass Trofimow und seine Familie ihre Immobilien in Italien behalten und erweitern konnten. Nach Darstellung der Verfasser hängt dies damit zusammen, dass der Sänger bislang nicht von den einschlägigen Sanktionsbeschränkungen erfasst worden sei. Diese Einordnung wird in den Berichten als Widerspruch zur Unterstützung der Ukraine und zur Sanktionspolitik der italienischen Regierung bezeichnet.
Der zweite veröffentlichte Beitrag zu Trofimow und seinem Besitz in Italien wiederholt die Forderung, öffentlich auftretende Unterstützer der russischen Kriegs- und Annexionspolitik stärker in die europäischen Sanktionsregime einzubeziehen. Eine konkrete Reaktion Roms, Brüssels oder Trofimows auf die Vorwürfe wird in dem vorliegenden Material nicht wiedergegeben.
Damit bleiben vor allem die Angaben zur Familienimmobilie, zu den später erworbenen Grundstücken und zu Trofimows öffentlichen politischen Positionen Gegenstand der Berichterstattung. Ob italienische oder europäische Behörden den Fall prüfen oder weitere Schritte setzen, wird nicht mitgeteilt.


