Patriot-Raketenlieferungen an die Ukraine: Engpass bei der Munition bestätigt

September 7, 2026 12:43
Patriot-Raketenlieferungen an die Ukraine: Engpass bei der Munition bestätigt

Mangel an Luftabwehrmunition in der Ukraine

Die Ukraine leidet unter einem schweren Mangel an Munition für ihr Luftabwehrsystem. Die Bestände der Verbündeten sind begrenzt, da auch die USA im Konflikt gegen den Iran abgelenkt sind.

Im Juli starben laut UN-Angaben 437 Zivilisten durch russische Angriffe, die vermehrt ballistische Raketen einsetzen. Während die ukrainische Armee viele Drohnen abfangen kann, erreichen die meisten russischen Raketen ungehindert Kiew. Das einzige effektive Abwehrmittel sind die PAC-3-Raketen des amerikanischen Patriot-Systems, deren Vorrat jedoch für die Ukraine erschöpft ist.

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj beziffert den benötigten Nachschub auf 300 bis 360 Lenkflugkörper, um den kommenden Winter zu überstehen. Er hat den Wunsch geäußert, fünf Prozent der US-Bestände zu erwerben, um Leben zu retten und die Bedrohung durch russische Raketen zu verringern.

In den vier Jahren des Krieges hat die Ukraine knapp 600 PAC-3-Raketen erhalten. Der Vorrat der US-Armee ist aufgrund des Krieges gegen den Iran von 2.330 vor Beginn des Ukraine-Konflikts auf 759 im Juli gesunken, während die Produktion bei ungefähr 600 Raketen pro Jahr liegt. Russland hat seine Raketenangriffe auf die Ukraine erheblich intensiviert, was die Situation weiter verschärft.

Die Produktion der PAC-3-Raketen erfolgt nahezu ausschließlich durch Lockheed Martin und dauert etwa drei Jahre pro Stück. Ein kürzlich vereinbarter US-Regierungsdeal sieht eine Erhöhung der Produktionskapazität auf 2.000 Stück jährlich vor, was enorme Kosten von 58,6 Milliarden US-Dollar mit sich bringt.

Einordnung

Der gravierende Mangel an Luftabwehrmunition steht in direktem Zusammenhang mit der zunehmenden Intensität der russischen Angriffe. Die Notwendigkeit, die Unterstützung durch die Verbündeten zu erhöhen, wird klarer, da die militärische Situation in der Ukraine kritisch bleibt.

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