Neuer Gasleitungsbau zwischen Bruck und St. Michael/Traboch
Die Energie Netze Steiermark beginnt mit dem Bau einer 26,5 Kilometer langen Erdgasleitung zwischen Bruck an der Mur und St. Michael/Traboch. Die Fertigstellung ist bis Ende 2026 geplant, mit geschätzten Kosten von rund 50 Millionen Euro.
Als größter Gas-Abnehmer der Energie Steiermark wird die regionale Industrie von der neuen Gasleitung profitieren. Diese wird als H2-ready errichtet, was bedeutet, dass neben Erdgas künftig auch Wasserstoff, Biomethan und synthetisches Methan transportiert werden können. Das Projekt, das als Südschiene III bekannt ist, folgt auf die bereits erfolgten Bauarbeiten der Südschiene I und II zwischen 2009 und 2011.
Die Baustelle wurde am Montag in Niklasdorf vorgestellt. Martin Graz und Werner Ressi, die Vorstände der Energie Steiermark, betonten die Investition in die Energieversorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Region. Das herausfordernde Gelände verlangt besondere Expertise, da 4.300 Höhenmeter zu bewältigen sind und Hanglagen von bis zu 55 Prozent vorliegen.
Für die Verlegung der Rohre, die bis zu 16 Meter lang und zwei Tonnen schwer sind, muss eine Schneise durch Wald und Flur geschlagen werden. Die Rohre aus Stahl, die einen Druck von rund 70 bar standhalten, werden auf etwa 1,20 Metern Tiefe verlegt. Nach Abschluss der Arbeiten beginnt die Renaturierung des Gebiets, sodass nur noch Marker den Verlauf der Leitung anzeigen.
Einordnung
Der Bau der neuen Gasleitung stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Energieinfrastruktur der Region dar. Die H2-ready-Technologie vorbereitet die Leitung für zukünftige Anforderungen und unterstützt die Entwicklung nachhaltiger Energiequellen. Dies wird für die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Industrie von großer Bedeutung sein.


