Zuchtrinderversteigerung in Ried: Marktsituation angespannt
Am Dienstag, den 8. September, fand in Ried eine Zuchtrinderversteigerung statt, bei der Stiere, Jungkühe und trächtige Kalbinnen angeboten wurden. Neben überwiegend heimischen Käufern wurden auch einige Tiere für den Export nach Spanien ersteigert.
Die Marktlage bei den trächtigen Kalbinnen bleibt angespannt. 106 Tiere wechselten zu einem durchschnittlichen Preis von 2.349 Euro netto den Besitzer. Der Aufwand hauptsächlich von den Firmen de Poda für italienische Exporte sowie genetic Austria für den Export nach Spanien zeigte sich deutlich.
Preisanstieg bei Jungkühen
Bei den Jungkühen in Milch ergab sich ein unerwarteter Preisanstieg. Der Durchschnittspreis stieg auf 2.933 Euro netto. Der Export an Kühen für einen „Melkroboter-Betrieb“ in Spanien trug zur positiven Entwicklung bei. Der spanische Landwirt, der bereits vor dem Sommer in Österreich Kühe erworben hatte, erwarb nun weitere Fleckviehjungkühe von überdurchschnittlicher Qualität.
Frisch melkende Jungkühe sind auch im Inland gefragt, wie der Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH) berichtete. Das Angebot an Zuchtstieren zeigte ebenfalls erfreuliche Ergebnisse: Sieben genomisch untersuchte, genetisch hornlose Stiere wurden zu einem Durchschnittspreis von 3.171 Euro netto versteigert. Abgesehen von einem Stier, der nach Spanien exportiert wurde, blieben alle Stiere in der Region.
Einordnung
Die anhaltend hohe Nachfrage nach fleckviehgenetischen Tieren signalisiert ein stabileres Interesse an heimischen Zuchtrindern, während der Export in europäische Nachbarländer für die heimische Zuchtwirtschaft von Bedeutung bleibt. Diese Entwicklungen haben das Potenzial, die regionale Zuchtrinderwirtschaft nachhaltig zu stärken.


