Wachstum in der steirischen Automatisierungsbranche
Das Netzwerk AT Styria verzeichnet einen positiven Trend in der Automatisierungsbranche. Unternehmen wie Grübl Automatisierungstechnik aus Gersdorf an der Feistritz sind im Export aktiv und bedienen Märkte in Japan.
Trotz anhaltender Herausforderungen in der Industrie berichtete AT Styria, dass Firmen, die ihren Kunden helfen, produktiver und unabhängiger von Fachkräftemangel zu werden, mit „gut gefüllten Auftragsbüchern“ in die nächsten Monate gehen. Das Netzwerk umfasst über 150 Unternehmen und 35.000 Beschäftigte.
Eine Blitzumfrage zur Auftragslage zeigt, dass zwei Drittel der befragten Unternehmen eine positive Marktentwicklung erwarten. 61 Prozent der Unternehmen geben an, einen „guten oder sehr guten Auftragsbestand“ zu haben, und mehr als die Hälfte plant, ihren Personalstand in diesem Jahr zu erhöhen.
Herbert Ritter, Vorsitzender von AT Styria, stellte fest, dass die Stimmung in der steirischen Automatisierungsbranche besser sei als in anderen Industriebereichen. Einige Betriebe berichten sogar von einem Auftragshoch.
Internationale Aufträge aus Japan
Grübl Automatisierungstechnik hat jüngst erfolgreich ein Projekt in Japan abgeschlossen. Für ein Holzgaskraftwerk entwickelte das Unternehmen das „elektrotechnische Nervensystem“ und lieferte die gesamte Steuerungssoftware sowie die Schaltschränke.
Der 130 Mitarbeiter starke Betrieb gewährleistete, dass der Anlagenbediener jederzeit den Überblick über den Betrieb hat. Die Überwachung der Anlage aus Gersdorf ermöglicht schnelle Unterstützung bei Störungen, was bei einem Projekt in Japan entscheidend ist, wie Geschäftsführer Urban Grübl erklärte.
Erweiterung des Angebots und Exportstärke
Zusätzlich arbeitet Grübl Automatisierungstechnik in einem weiteren Geschäftsfeld. Gemeinsam mit einem Kärntner Anlagenbauer werden Hubschrauberlandeplätze in deutschen Krankenhäusern automatisiert. Bisher wurden zehn Plattformen umgesetzt, neue Projekte sind bereits in Arbeit.
Der Export spielt eine zentrale Rolle im Geschäft von Grübl, der in Deutschland, Skandinavien und den baltischen Staaten stark vertreten ist. Bis Ende des Jahres plant das Unternehmen, bis zu 15 neue Stellen in den Bereichen Elektromontage, Softwaretechnik und Lehrlingsausbildung zu schaffen.
Einordnung
Die positive Entwicklung in der steirischen Automatisierungsbranche zeigt, dass Unternehmen durch internationale Aufträge und innovative Produkte Wachstum generieren können. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Betriebe, sondern fördert auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region.


