Cybersecurity-Start-up „Light Squares“ gegründet
Der Schlierbacher Mario Lins hat gemeinsam mit einem ehemaligen Forschungskollegen das Start-up „Light Squares“ ins Leben gerufen. Von London aus entwickeln die beiden Lösungen zur Sicherung von Software-Lieferketten.
Der 36-jährige Cybersecurity-Experte kam ursprünglich aus Vorarlberg und zog vor einigen Jahren aus Liebe nach Schlierbach. Lins hat 2025 mit seinem Geschäftspartner das Unternehmen gegründet, das als Standort London gewählt wurde. Regelmäßige Reisen dorthin sind Teil seines beruflichen Alltags.
Nach der HTL in Dornbirn absolvierte Lins sein Masterstudium an der TU Graz mit einer Spezialisierung auf Cybersecurity und Softwareentwicklung. Nach acht Jahren in der Privatwirtschaft promovierte er an der Johannes Kepler Universität Linz. Ein Forschungsprojekt an der Universität Cambridge führte zur Bekanntschaft mit seinem heutigen Geschäftspartner und der Idee, ein eigenes Unternehmen zu gründen, um Cybersecurity-Produkte zu entwickeln, die Lücken in Software-Lieferketten schließen.
Sichere Software-Lieferketten als Ziel
Die Sicherheit von Software-Lieferketten wird zunehmend wichtiger. Moderne Software besteht häufig aus Komponenten verschiedener Anbieter, was zahlreiche Angriffsmöglichkeiten bietet. Lins betont: „Es gibt unglaublich große Angriffsflächen für Angreifer. Es ist immer ein Spiel zwischen Angreifer und Verteidiger.“ Aktuell verfügbare Lösungen seien oft unzureichend, und viele Produkte weisen Schwachstellen auf. „Light Squares“ verfolgt einen proaktiven Ansatz, um Sicherheitslücken frühzeitig zu identifizieren und nicht erst zu reagieren, wenn Angreifer bereits aktiv sind.
„Wir müssen den Angreifern das Leben so schwer wie möglich machen, auch wenn es keine absolute Sicherheit gibt.“
Mario Lins
Lins hat in seiner Karriere zahlreiche Cyberangriffe untersucht und schwerwiegende Sicherheitslücken festgestellt. Er beschreibt es als „schlimm und faszinierend zugleich“. Bei erfolgreichen Angriffen könnten die Folgen besonders gravierend sein, wenn kritische Infrastrukturen betroffen sind. „Wir müssen den Angreifern das Leben so schwer wie möglich machen“, sagt er.
Produkte in Entwicklung
„Light Squares“ hat bereits ein erstes Produkt fertiggestellt, während weitere Lösungen in Arbeit sind. Der Kontakt zu potenziellen Kunden in Europa, England und den USA ist bereits etabliert. Lins widmet sich der Identifizierung von Schwachstellen, die für Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen problematisch sein könnten. Seine berufliche Laufbahn führte ihn von Dornbirn über Graz und Linz bis nach Cambridge und London, während er mittlerweile in Schlierbach ansässig ist.
Einordnung
Die Gründung von „Light Squares“ stellt einen wichtigen Schritt in der Sicherung von Software-Lieferketten dar. In einem zunehmend digitalisierten Umfeld ist die Entwicklung proaktiver Cybersecurity-Lösungen von großer Relevanz. Die Ansätze des Unternehmens könnten dazu beitragen, bestehende Sicherheitslücken zu schließen und Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.


