Karriereplattform in Innsbruck verbindet Flüchtlinge mit potenziellen Arbeitgebern
Mehr als 150 Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte und ukrainische Vertriebene trafen am Montag im Innsbrucker Landhaus auf potenzielle Arbeitgeber. Bei einer Karriereplattform des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) informierten sich die Teilnehmer über offene Stellen und Einstiegsmöglichkeiten, teilweise auch mit geringen Deutschkenntnissen.
Bei der Veranstaltung waren insgesamt 13 Unternehmen vertreten. Die Teilnehmer besuchen derzeit ÖIF-Deutschkurse und konnten direkt mit Unternehmensvertretern ins Gespräch kommen. Neben Informationen zu offenen Stellen waren auch erste Bewerbungsgespräche möglich.
Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth nahm die Veranstaltung vor Ort in Augenschein. „Integration gelingt dort am besten, wo Menschen die Chance bekommen, selbst Verantwortung zu übernehmen und auf eigenen Beinen zu stehen. Der entscheidende Schlüssel dafür ist Arbeit“, erklärte er. Er betonte, dass das Ziel seien müsse, Menschen möglichst rasch in Beschäftigung zu bringen, wovon sowohl die Betroffenen als auch die Tiroler Betriebe und die Gesellschaft profitieren würden.
Auch für Roland Goiser, stellvertretender Direktor des ÖIF, ist die Verbindung von Spracherwerb und Beruf entscheidend für die Integration. „Deutschlernen und Arbeiten müssen in der Integration Hand in Hand gehen“, sagte er. Besonders in Bereichen wie Bau, Gastronomie, Hotellerie und Transport gibt es einen hohen Bedarf an Arbeits- und Fachkräften. In manchen Bereichen sei ein Einstieg bereits mit geringen Deutschkenntnissen möglich.
Der ÖIF organisiert Karriereplattformen in ganz Österreich, bei denen Unternehmen über offene Stellen, Lehrberufe sowie Einstiegs- und Beschäftigungsmöglichkeiten informieren können. Nach Angaben des ÖIF haben bereits mehr als 30.000 Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte und ukrainische Vertriebene an über 200 Karriereplattformen in Österreich teilgenommen. Der ÖIF bietet zudem CV-Checks und professionelle Bewerbungsfotos an und informiert über Möglichkeiten zum berufsbegleitenden Deutschlernen.
Einordnung
Die Veranstaltung in Innsbruck bietet Flüchtlingen und Vertriebenen konkrete Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt. Die Kombination aus Sprachkurs und direkter Interaktion mit potenziellen Arbeitgebern ist relevant für die rasche Integration in die Gesellschaft und trägt zu einer stabilen Arbeitsmarktsituation in Tirol bei.


