Sechs Dienstnehmer betroffen nach Insolvenz von Klagenfurter Solartechnikbetrieb

September 24, 2026 20:13
Sechs Dienstnehmer betroffen nach Insolvenz von Klagenfurter Solartechnikbetrieb

Insolvenz der MSG MySolar GmbH in Klagenfurt

Das Klagenfurter Unternehmen „MSG MySolar GmbH“ hat Insolvenz angemeldet. Sechs Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen, während die Verbindlichkeiten auf mehrere Millionen Euro geschätzt werden.

Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) bekannt gab, wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Konkursverfahren über das Vermögen der „MSG MySolar GmbH“ eröffnet. Eine Fortführung des Betriebs oder die Erarbeitung eines Sanierungsplans sind nicht geplant.

Die 12 Jahre alte Firma spezialisierte sich auf den Vertrieb, die Planung und den Bau thermischer Solaranlagen sowie Photovoltaikanlagen für gewerbliche und private Kunden in ganz Österreich. Neben den sechs Dienstnehmern sind auch 75 Gläubiger von der Insolvenz betroffen.

Der AKV berichtet, dass der Markt für Solarthermie zunehmend durch Photovoltaik ersetzt wird und sich der Photovoltaik-Markt seit 2024 in einer Konsolidierungs- und Integrationsphase befindet. Die Marktverhältnisse haben sich seit dem Rekordjahr 2023 grundlegend verändert, und viele Kunden zögern, Kaufentscheidungen zu treffen, während preisgünstige chinesische Module den österreichischen Markt unter Druck setzen.

Nach einem Wechsel in der Geschäftsführung wurde versucht, das Unternehmen durch eine Neuausrichtung und Kapitalzuschüsse von Gesellschaftern zu stabilisieren. Der AKV stellte jedoch fest, dass keine Zahlungsbereitschaft seitens der Gesellschafter bestand, was zur Zahlungsunfähigkeit führte.

Die Schulden der MSG MySolar GmbH belaufen sich laut Antrag auf etwa 2,262 Millionen Euro, während die Aktiva mit 1,236 Millionen Euro angegeben werden. Dies führt zu einer Überschuldung von rund einer Million Euro. Der AKV äußerte Bedenken hinsichtlich der Werthaltigkeit der Aktiva.

Einordnung

Die Insolvenz von MSG MySolar GmbH stellt einen weiteren Rückschlag für den österreichischen Solarmarkt dar, der sich mit veränderten Rahmenbedingungen und Wettbewerb auseinandersetzt. Die Schließung des Unternehmens könnte Arbeitsplatzverluste zur Folge haben und die Marktposition heimischer Anbieter schwächen.

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