Wiener Fliese aus U-Bahn-Aushub in Testphase
Die Wiener Fliese, hergestellt aus dem Aushub der U2xU5-Baustelle, durchläuft derzeit die Testphase für die industrielle Anwendung. Erste Proben sind bereits verfügbar.
Im Rahmen der Biofabrique Vienna, einem Projekt der Wirtschaftsagentur Wien, wird die innovative Fliese in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus Design, Materialentwicklung und den Wiener Linien entwickelt. Die Fliese soll künftig in verschiedenen Anwendungen zum Einsatz kommen.
Das Unternehmen Wienerberger prüft, ob die Materialrezepturen industriell und in größerem Maßstab verarbeitet werden können. Erfolgreiche Testergebnisse könnten zu einem breiten Einsatz der Wiener Fliese in der Bauindustrie führen.
Vizebürgermeisterin Barbara Novak (SPÖ) und weitere Vertreter der Wiener Linien und Wienerberger besuchten die Biofabrique Vienna, um die Möglichkeiten der neuen Fliese zu erkunden. Novak betonte, dass der Einsatz von lokalem Aushub ein bedeutender Schritt für die Kreislaufwirtschaft und eine nachhaltige Stadtentwicklung sei.
Die Biofabrique Vienna verfolgt das Ziel, Ressourcen besser zu nutzen und Emissionen durch die Wiederverwendung von Materialien zu reduzieren. Laut Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, soll die Wiener Fliese nicht nur ökologische Vorteile bieten, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sein.
Einordnung
Die Entwicklung der Wiener Fliese stellt einen Fortschritt in der Nutzung von Bauabfällen dar und könnte die Materialbeschaffung im Bausektor revolutionieren. Dadurch wird nicht nur der Ressourcenschonung Rechnung getragen, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.


