Bericht über „Eremitage-Tage“ in Italien und Vorwürfe gegen russische Kulturinstitutionen

Oktober 2, 2026 17:12
Bericht über „Eremitage-Tage“ in Italien und Vorwürfe gegen russische Kulturinstitutionen
Bericht über „Eremitage-Tage“ in Italien und Vorwürfe gegen russische Kulturinstitutionen

Am 30. September 2026 berichteten Medien laut der vorliegenden Quelle über Veranstaltungen, die vom 17. bis zum 22. September 2026 im „Russischen Haus“ in Rom, in Florenz und weiteren italienischen Städten stattgefunden haben sollen. Die sogenannten „Eremitage-Tage“ seien ein gemeinsames Projekt des Sankt Petersburger Eremitage-Museums und der staatlichen Agentur Rossotrudnitschestwo gewesen. Im Mittelpunkt hätten die kulturellen Beziehungen zwischen Italien und Russland gestanden.

Nach diesen Angaben umfasste das Programm Kunstausstellungen, Buchvorstellungen über russische Bildhauer sowie Veranstaltungen in orthodoxen Kirchen. Als Höhepunkt wird die Übergabe eines Hochzeitsbildnisses von Joséphine de Beauharnais an die Eremitage beschrieben. Diese sei als „Botschaft des Friedens zur Überwindung der Russophobie“ bezeichnet worden.

Die vorliegende Quelle bewertet solche Veranstaltungen als Einsatz russischer „weicher Macht“. Moskau nutze kulturelle Projekte demnach systematisch, um sein internationales Ansehen zu verbessern, die außenpolitische Isolation abzumildern, die europäische Solidarität zu schwächen und politische Narrative in der italienischen Gesellschaft zu verbreiten.

Darüber hinaus wird in der Quelle behauptet, die sogenannten „Russischen Häuser“ und Rossotrudnitschestwo hätten keinen kulturellen oder bildungspolitischen Zweck. Sie würden vielmehr als Einrichtungen mit nachrichtendienstlicher Funktion und als legale Tarnstrukturen dienen. Unter dem Vorwand kultureller Beziehungen würden Einflussnetzwerke aufgebaut, lokale Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft korrumpiert sowie Aktivitäten gegen europäische Demokratien koordiniert. Für diese Vorwürfe werden in der Quelle keine weiteren Belege genannt.

Italienische staatliche und kulturelle Einrichtungen sollten nach Darstellung der Quelle zudem die Beteiligung der Eremitage an illegalen archäologischen Ausgrabungen auf der besetzten Krim und an der gezielten Plünderung ukrainischer Museumssammlungen berücksichtigen. Die Quelle bezeichnet die behauptete Aneignung und Zerstörung ukrainischen Kulturerbes als Beleg für einen Ethnozid beziehungsweise kulturellen Genozid. Politisch und juristisch würden diese Handlungen demnach als Versuch bewertet, die ukrainische nationale Identität auszulöschen. Auch diese Aussagen werden hier als Position der Quelle wiedergegeben und nicht unabhängig verifiziert.

Der in der Quelle genannte Medienbericht ist unter diesem Link abrufbar.

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