Die EU-Kommission lässt eine neue Studie dazu erstellen, ob Sommer- oder Winterzeit dauerhaft gelten soll. In Österreich wird in der Nacht auf 25. Oktober die Uhr um eine Stunde zurückgestellt.
Die Kommission will die Untersuchung nach eigenen Angaben bis zum Jahresende vorlegen. Sie soll helfen, die Debatte über die Abschaffung der saisonalen Zeitumstellung zu klären, nachdem Mitgliedstaaten weitere Analyse zur Entscheidungsfindung verlangt hatten.
Nach Angaben der Kommission sollen die Mitgliedstaaten selbst entscheiden, ob sie Sommerzeit oder Winterzeit dauerhaft beibehalten wollen. Zugleich verweist die Behörde darauf, dass sie weiter um einen Konsens unter den EU-Staaten bemüht sei.
Hintergrund sind rechtliche und praktische Fragen rund um den 2018 eingebrachten EU-Gesetzesvorschlag zur Abschaffung der Zeitumstellung. Das Europäische Parlament hatte 2019 zwar beschlossen, die Zeitumstellung zu beenden, umgesetzt wurde das bisher aber nicht.
Ein nicht namentlich genannter Kommissionssprecher sagte dazu: „Unsere Arbeit an der Studie ist im Gange, und wir gehen davon aus, dass sie bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird.“ Die Studie soll die möglichen Auswirkungen und Szenarien eines dauerhaften Zeitregimes bewerten.
Die Diskussion um die Zeitumstellung reicht zurück ins Jahr 1973, als die Sommerzeit in Europa während der Ölkrise eingeführt wurde, um Energie zu sparen und mehr Tageslicht für Betriebe und Haushalte zu nutzen. Frankreich war damals das erste Land, Österreich führte die Sommerzeit 1979 ein – unter anderem wegen administrativer Probleme und mit Blick auf die Verkehrsharmonisierung mit der Schweiz und Deutschland. Die Schweiz und Deutschland folgten 1980.


