Die in St. Andrä-Wördern lebende Künstlerin Julia Schulz hat Arbeiten aus Wäschetrockner-Flusen auf der Biennale in Venedig präsentiert. Eine ihrer Flusen-Arbeiten war heuer dort zu sehen.
Schulz arbeitet seit 2006 selbstständig als Künstlerin und wurde 1979 in Schwaz in Tirol geboren. Sie sammelt das Material für ihre Werke über Wochen und Monate bei Freunden, Bekannten und über soziale Medien; unterstützt wurde sie dabei auch von der Textilreinigung „Natürlich sauber“ in Tulln und der Großwäscherei „Regina“ in Krems.
Aus den Flusen entstehen bei ihr Kleider, Wandteppiche und Installationen. Die Künstlerin ordnet das Material als Hinweis auf unbezahlte Haus- und Care-Arbeit sowie auf das Umsorgen und Pflegen von Kindern und Familie ein.
Im Atelier habe sie derzeit geschätzt drei Kubikmeter Flusen, sagte Schulz im Interview. Über die Arbeit mit dem Material sagte sie: „Sie macht Kunst aus Wäschetrockner-Flusen.“
Die Teilnahme an der Biennale beschreibt Schulz als besonderen Moment. „Die Einladung zur Biennale war großartig!“, sagte sie.


