Die 10.-Oktober-Straße ist in Straßburg, Frauenstein und Althofen nicht nur ein Straßenname, sondern für mehrere Menschen Teil des Alltags, der Erinnerung und des Berufslebens. Ein am 9. Oktober 2026 veröffentlichter Beitrag zeigt drei sehr unterschiedliche Zugänge zu einem Datum, das in Kärnten historisch bis heute präsent ist.
Im Bildungszentrum Straßburg liegt die 10.-Oktober-Straße mitten durch das Schulgelände. Für die Kinder der Volksschule ist der Name auch ein Anlass, sich mit der Geschichte Kärntens auseinanderzusetzen.
Schulleiterin Ines Isopp-Erian sagte, eine kleine Schulfeier sei dort bereits Tradition. Im Sachunterricht werde die Kärntner Volksabstimmung von 1920 altersgerecht behandelt, teils auch mit Rollenspiel.
Hinzu kommen Diagramme zu Abstimmungsergebnissen, Lesetexte, das Basteln von Kärntner Fahnen und künstlerische Arbeiten. Heuer versammeln sich die Klassen wieder vor dem Fahnenmast; beim Hissen der Fahne wird gemeinsam das Kärntner Heimatlied gesungen.
Auch für Bewohner der Region bleibt der 10. Oktober ein Fixpunkt. Magdalena Steindorfer aus Kraig in Frauenstein sagte, der Tag bedeute ihr als Kärntnerin viel, und sie werde in diesem Jahr an einer Feier teilnehmen.
Sie bezeichnete es als schade, dass inzwischen vergleichsweise wenige Menschen an den Gedenkveranstaltungen teilnehmen, und betonte, diese Geschichte müsse lebendig gehalten und an jüngere Generationen weitergegeben werden.
Werner Isopp sagte, man müsse wissen, warum der 10. Oktober für Kärnten so bedeutend sei. Auch wenn das Ereignis mehr als 100 Jahre zurückliege und kein Feiertag sei, dürfe es nicht in Vergessenheit geraten.
Besonders die Jugend müsse erfahren, was damals passiert sei und warum dieser Tag bis heute Teil der regionalen Geschichte sei.
Der Beitrag führt schließlich nach Althofen, wo die 20-jährige Leonie Stückelberger aus St. Georgen ihr eigenes Nagelstudio eröffnet hat. Sie beschrieb den Schritt als erfüllten Traum.


