Wiener Wurstelpraterkultur als immaterielles Kulturerbe anerkannt

Oktober 20, 2026 02:16
Five people pose in front of a framed UNESCO announcement and a blue duck-shaped ride at the Pratermuseum in Vienna.

Die Österreichische UNESCO-Kommission hat die Wiener Wurstelpraterkultur als immaterielles Kulturgut anerkannt. Die Bekanntgabe erfolgte im Pratermuseum in Wien-Leopoldstadt.

Im Mittelpunkt der Würdigung stehen dabei nicht der Ort oder die Fahrgeschäfte selbst. Nach Darstellung der Beteiligten sind es die Traditionen und die Menschen hinter dem Wurstelprater, die als erhaltenswert gelten.

Damit bekommt Wien einen weiteren Eintrag auf der Liste des immateriellen UNESCO-Kulturerbes. Bisher zählen dazu unter anderem die Kaffeehauskultur, die Heurigenkultur und die Wurstelstandkultur.

Praterverbandspräsidentin Silvia Lang nannte die Auszeichnung eine „Würdigung der Vergangenheit und ein Rückenwind für Zukunft“. Die Idee zur Bewerbung sei vor rund zwei Jahren entstanden.

Unterstützt wurde der Antrag laut den Angaben vom Wien Museum und von Kuratorin Ursula Storch sowie vom Pratermuseum und seinem Kurator Werner Michael Schwarz. In dem Unterstützerschreiben wurde vor allem auf die freie Zugänglichkeit und die eng mit dem Vergnügungspark verbundenen Familiengeschichten verwiesen.

An der Pressekonferenz im Pratermuseum nahmen auch Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler und Bezirksvorsteher Alexander Nikolai teil. Die Anerkennung fällt mit dem 260. Jubiläum des Wurstelpraters zusammen.

Kaup-Hasler verwies zugleich auf die seit Anfang des Jahres verkürzten Öffnungszeiten und die verkürzte Saison des Museums wegen Budgetdrucks. Sie hoffe, man könne das „anpassen“, hieß es.

Bei der Veranstaltung erklang zudem „Schön ist so ein Ringelspiel“, das im Beitrag als Hymne des Praters bezeichnet wird.

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