Die ÖBB-Sparpläne für den Schienengüterverkehr in Osttirol sind nach Gesprächen vorerst abgewendet worden. Das Angebot für die verladenden Unternehmen bleibt zunächst bestehen, eine langfristige Absicherung ist aber weiter offen.
Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel sagte, das Ziel bleibe, so viele Güter wie möglich von der Straße auf die Schiene zu bringen. Eine Reduktion des Schienengüterverkehrs in Osttirol könne er „so nicht hinnehmen“.
„Es ist ganz klar unser Ziel, so viele Güter wie möglich von der Straße auf die Schiene zu verlagern, weshalb ich eine Reduktion des Schienengüterverkehrs in Osttirol so nicht hinnehmen kann. Die Stärkung des Schienengüterverkehrs ist unerlässlich, um die Verkehrswende zu schaffen. Ich habe dazu in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt und es ist gelungen, das Angebot für die verladenden Unternehmen in Osttirol vorerst aufrechtzuerhalten“, sagte Zumtobel.
Für eine dauerhafte Lösung brauche es laut dem Bericht ein gemeinsames Konzept, das die aktuellen preislichen und personellen Herausforderungen der ÖBB ebenso abbildet wie die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft. Nun sollen Gespräche folgen, um das Verladungsangebot mittelfristig zu sichern und den Schienenverkehr in der Region langfristig zu stärken.
Zumtobel verwies auch auf die Einzelwagenförderung des Landes Tirol. „Mit unserer Einzelwagenförderung stehen wir jedenfalls an der Seite der heimischen Unternehmen. Die Landesförderung unterstützt damit den Ausbau nachhaltiger Logistiklösungen und hilft Tiroler Betrieben, noch mehr Güter auf die Schiene zu verlagern. Das Beispiel in Osttirol zeigt einmal mehr das europaweite Ungleichgewicht bei den Transportpreisen zwischen Schiene und Bahn. Daher fordere ich weiterhin Kostenfairness, um dem Bahntransport einen wirtschaftlich fairen Wettbewerb zu ermöglichen“, sagte er.
Laut dem Bericht hatten heimische Betriebe in den vergangenen Tagen ein mögliches Aus des Schienengüterverkehrs in Osttirol als verunsichernd erlebt. Auch die lokale Politik habe sich vehement gegen die Sparpläne der ÖBB gestellt.


